Hat viel vor gegen den HSV: Markus Anfang. © IMAGO
Hamburg – Mehr Tradition geht kaum: Wenn der Hamburger SV auf den 1. FC Kaiserslautern trifft, geraten Fußball-Nostalgiker ins Schwärmen. Das Duell der beiden Gründungsmitglieder der Bundesliga am Freitag (18.30 Uhr/Sky) verspricht ein echtes Highlight zu werden.
Markus Anfang gibt sich Selbstbewusst
Trainer Markus Anfang vom Zweitligisten 1. FC Kaiserslautern möchte die Erfolgsserie der letzten Wochen fortsetzen: „Ich will da gewinnen“, erklärte der Coach vor der Partie beim Hamburger SV. „Die Jungs sollen mutig sein.“
Der FCK holte aus den bisherigen fünf Spielen in 2025 vier Siege und ein Remis. Der viermalige Meister aus der Pfalz und der sechsmalige Titelträger von der Elbe rangieren punktgleich (39) auf den Plätzen drei und zwei der Tabelle. Der HSV hat jedoch die deutlich bessere Tordifferenz (+19 im Vergleich zu +8). Spitzenreiter 1. FC Köln liegt nur einen Punkt vor dem Duo.
„Wir gucken da wirklich nicht drauf“, sagte Anfang am Mittwoch zum möglichen Sprung auf Platz eins in der 2. Bundesliga. „Der HSV hat eine Top-Mannschaft und mit Davie Selke einen sehr cleveren und abgezockten Stürmer.“
Dem FCK-Trainer stehen alle Stammspieler zur Verfügung, und das Maximum von 5715 Fans wird die Pfälzer in die Hansestadt begleiten. „Natürlich sind es zwei Vereine mit großer Historie in der Bundesliga“, sagte Anfang. „Aber die Ist-Situation ist nunmal anders.“
Besondere Brisanz verspricht das Duell der beiden Traditionsklubs für Stefan Kuntz. Der Vorstandsboss der Hamburger hatte diese Position von 2008 bis 2016 beim FCK inne. Zudem wurde er Pokalsieger (1990) und Meister (1991) mit den roten Teufeln.
SID