Ein herber Dämpfer für den EHC

von Redaktion

Red Bull München kassiert gegen Abstiegskandidat Iserlohn eine überraschende 1:3-Niederlage

Verpatzte Premiere: Fitzpatrick (l.) und Riedell. © IMAGO

München – Zwei Wochen noch, dann ist sie also auch schon Geschichte, die Hauptrunde der DEL. Und es gibt nicht wenige, die haben seit der Rückkehr von Don Jackson auf die Trainerbank auch den EHC Red Bull München wieder auf der Rechnung für die Dinge, die diese Saison noch bringen mag. Die Überzeugung freilich wird am Freitag nicht unbedingt gewachsen sein. Gegen die Iserlohn Roosters, vermeintliches Aufwärmprogramm für die ausstehenden Highlights gegen Berlin und Mannheim, legten die Münchner ein Spiel zum Vergessen hin und kassierten eine 1:3 (0:1, 0:1, 1:1) Niederlage.

Und der Iserlohner Ahnung, in stattlicher Zahl per Sonderzug angereist, merkte schnell: An diesem Abend konnte man den EHC auf dem falschen Fuß erwischen. Die Roosters starteten mutig. Und sie belohnten sich schnell selbst. In der vierten Minute übersah die ziemlich unsortierte Münchner Defensive Tyler Boland am langen Pfosten – 0:1, das war alles andere als ein guter Einstand für Neu-Goalie Evan Fitzpatrick, der sich ebenso wie Verteidiger-Zukauf Will Riedell auf statt neben DEL-Eis versuchen durfte.

München arbeitete sich quälend langsam in die, einmal mehr ausverkaufte Partie. Man erarbeitete sich Chancen. Aber die Aktionen blieben wenig zwingend gegen eine Iserlohner Mannschaft, die aufopferungsvoll verteidigte im Kampf um jeden Punkt, den man in den dramatischen Abstiegskampf gegen Augsburg und Düsseldorf mitnehmen kann. Symptomatisch das 0:2 – wieder war es Boland, der sich in einer Münchner Überzahl einen schlampigen Querpaß schnappte, alleine in Richtung Fitzpatrick spurtete und den Puck durch dessen Schoner über die Linie schob.

Aber die EHC-Fangemeinde bekam es ja noch, das erhoffte Eishockeyspiel. Wenn auch spät. In Minute 48 lenkte Markus Eisenschmid den Puck ins Netz. Das war ein Befreiungsschlag und es war der Startschuss für den anderen, den Jackson-EHC eben. Doch auch zehn Minuten Dauerdruck waren an diesem Abend nicht genug. Nicht genug damit, dass das Iserlohner Bollwerk hielt.

Die Roosters legten sogar noch einen dritten Treffer drauf. Eric Cornel machte mit einem strammen Schuss ins verwaiste Münchner Tor alles klar. EHC-Verteidiger Dominik Bittner war entsprechend angefressen. „Wir haben einfach zu spät zu unserem Spiel gefunden“, sagte er, „das ist sehr ärgerlich.“ Immerhin: Die Möglichkeit zur Wiedergutmachung kommt bald: Am Sonntag (16.30 Uhr) in Augsburg.
RP

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