Mit Pizza zum nächsten Podest

von Redaktion

WM-Medaillen-Rekord: Preuß könnte Dahlmeier und Neuner einholen

An allen vier DSV-Medaillen war Franziska Preuß beteiligt. © Nordic Focus

Lenzerheide – Franziska Preuß und Justus Strelow gönnten sich nach ihrem emotionalen Bronze-Coup eine schmackhafte Belohnung, beim gemeinsamen Pizzaabend schworen sich die deutschen Biathleten für den WM-Endspurt ein. Zwar ist mit vier Medaillen bereits die beste Ausbeute seit 2020 für den Deutschen Skiverband (DSV) erreicht, doch am Super-Wochenende mit vier Rennen in zwei Tagen wollen es Preuß und Co. vor allem in den prestigeträchtigen Staffel-Wettbewerben nochmal richtig krachen lassen.

„Auf alle Fälle eine Medaille“, rief die Gesamtweltcupführende vor der Staffel am Samstag (12.05 Uhr) als Ziel aus. Das Team habe nicht nur mit den Siegen von Hochfilzen und Ruhpolding „gezeigt, dass das absolut realistisch ist, wenn jeder sein normales Zeug macht“. Man werde „alles tun“, um am Ende mit auf dem Podium zu stehen. Sie selbst könnte mit ihrer fünften Medaille bei einer WM in Sphären vorstoßen, die aus Deutschland bislang nur Laura Dahlmeier und Magdalena Neuner erreicht hatten.

Die magische Zeit in Lenzerheide sei „eine Genugtuung“, dass sie sich „durch die harten Tage gekämpft“ habe. Sie sei derzeit voll „im Modus“, betonte die 30-Jährige: „Ich schaffe es, gerade an den Zwischentagen komplett abzuschalten. Ich habe eine gute Serie, da bin ich in einer ganz anderen Welt.“ Angeführt von einer gut erholten Preuß heißt es nun volle Attacke: „Wir sind nicht hier, um den anderen Nationen zu Medaillen zu gratulieren“, so Felix Bitterling.

Es habe im Single Mixed „nicht besser laufen können“ mit Blick auf den Staffel-Tag, führte der Sportdirektor aus. Man nehme „einen großen Push“ mit und werde jede weitere „Plakette mit Kusshand“ nehmen. Bei den Frauen sehe er trotz zweier deutscher Saisonsiege die Französinnen in der Favoritenrolle.

Die deutschen Männer sind nach ihren schwachen Einzelrennen ohnehin Außenseiter, was sie aber nicht minder angriffslustig stimmt. Für die Gesamtbewertung der Saison werde dieser Teamwettbewerb am Samstag (15.05 Uhr) „unfassbar wichtig“, betonte Philipp Horn: „Wir sind weit weg von unseren eigenen Erwartungen. So eine Staffelmedaille kann alles aufhübschen, dann vergisst die Öffentlichkeit ganz schnell viele schlechte Ergebnisse und es zählt nur noch diese Medaille.“ Auch wenn die Zeichen derzeit „nicht so gut“ stünden, sehe er das DSV-Quartett als „Medaillenkandidat“.

Den Abschluss der WM machen die beiden Massenstarts am Sonntag (13.45 Uhr und 16.05 Uhr/alles ARD und Eurosport). An den bisherigen vier Podestplätzen war stets Preuß beteiligt. Für die Staffel will sich die Hoffnungsträgerin mit ihren Teamkolleginnen „den Abzugsfinger in den Deutschland-Farben lackieren“ – als letzter Motivationsschub für die fünfte Medaille.
SID

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