Der FC Schwabing.
München – Nach fast dreimonatiger Pause wird in den Amateurligen der Spielbetrieb fortgesetzt. Im Blickpunkt ist dabei die Bayernliga mit dem Tabellenführer TSV 1860 II, der nach den aktuellen Regularien auch als Meister kein Aufstiegsrecht besitzt – ein besonderer Anreiz für die Verfolger. Dazu gehören u.a. der Ex-Regionalligist FC Pipinsried und der FC Deisenhofen, der gerade den Vertrag mit Trainer Andy Pummer verlängerte. Die Schlagzeilen gehörten allerdings dem TSV Grünwald wegen des großen Trainer-Verschleißes. Aufstiegscoach Rainer Elfinger musste vorzeitig gehen. Dann versuchte der Ex-Löwe Uwe Wolf vergeblich, das Team aus dem Tabellenkeller zu führen. Florian de Prato ist jetzt Trainer Nummer drei bei dem Großverein mit über 5200 Mitgliedern.
In der Landesliga gibt es einen spannenden Zweikampf um den Aufstieg. Wobei die am Rande des Airports angesiedelten Sportfreunde aus Schwaig bisher das absolute Überraschungsteam stellen. Der punktgleich Verfolger aus Geretsried baut weiter auf zwei „Tormaschinen“: Srdan Ivkovic. (20 Treffer) und Belim Idrizovic (18 Treffer) sind wie eine Lebensversicherung für den TuS. Von solchen Quoten kann der einzige Münchner Stadt-Landesligist nur träumen. In Schwabing führen die Fußballer einen fast aussichtslosen Kampf um den Klassenerhalt. „Wir haben im Gegensatz zur Konkurrenz im Umland schlechte Rahmenbedingungen“, betont FCS-Manager Martl Alberer. Die Finanzen sind knapp, es fehlt an Sponsoren. Immerhin: Trainer Steven Zepeda bekommt immer wieder Neuzugänge, sogar aus dem Ausland. „Wir sind für viele Studenten die erste Anlaufstelle“, erzählt Alberer, der trotzdem große Sprünge ausschließt: „Für uns geht es als Aufsteiger um das Überleben“.
KIK