Hamilton bleibt hungrig auf Siege

von Redaktion

Rekordweltmeister Lewis Hamilton startet in diesem Jahr erstmals für Ferrari. © IMAGO

Bahrain – Mit 40 Jahren gehört Lewis Hamilton zu den ältesten Fahrern im aktuellen Formel-1-Feld – doch der Rekordweltmeister ist nach seinem Wechsel zu Ferrari noch längst nicht am Ende. „Ich bin hungrig, zielstrebig und habe weder Frau noch Kinder. Ich konzentriere mich auf eine Sache, und das sind Siege. Das ist meine oberste Priorität“, sagte der Brite im Interview mit dem Magazin Time.

Hamilton, der als erster schwarzer Fahrer in der Formel 1 Geschichte schrieb, betont, dass er nicht mit anderen Fahrern verglichen werden könne. „Ich bin der erste und einzige schwarze Fahrer, der jemals in diesem Sport war. Ich bin anders gebaut. Ich habe meinen eigenen Weg hinter mir. Sie können mich nicht mit einem anderen 40 Jahre alten Formel-1-Fahrer aus der Vergangenheit oder Gegenwart vergleichen. Denn sie sind überhaupt nicht wie ich.“

Hamilton nennt auch andere Sportler wie Tom Brady und LeBron James als Beispiele für Erfolge im fortgeschrittenen Alter. Trotz Kritik an Ferraris Entscheidung, den bisherigen Fahrer Carlos Sainz durch Hamilton zu ersetzen, bleibt er unbeeindruckt. „Ich antworte niemals einem der älteren, letztlich weißen Männer, die meine Karriere kommentiert haben“, konterte Hamilton. Er wolle mit Argumenten auf der Strecke überzeugen.

Saisonstart in zwei Wochen in Australien

Unterdessen läuft die Formel-1-Saison langsam an. Am dritten und letzten Tag der Testfahrten in Bahrain vor dem Saisonauftakt in Australien (16. März) präsentierte sich Ferrari stark. Charles Leclerc drehte die schnellste Runde am Freitagvormittag, bevor Hamilton am Nachmittag das Steuer des SF-25 übernahm. Insgesamt 66 Runden drehte Leclerc, gefolgt von Mercedes-Fahrer Kimi Antonelli (61), McLarens Lando Norris (57) und Weltmeister Max Verstappen (47) im Red Bull.

Die Teams Ferrari, McLaren, Red Bull und Mercedes zeigten sich insgesamt stark, wobei McLaren nach einem knappen Duell in der vergangenen Saison um den Konstrukteurs-WM-Titel weiterhin einen guten Eindruck hinterließ. Red Bull und Mercedes wiesen kleinere Probleme auf, während der einzige Deutsche im Feld, Nico Hülkenberg, für Sauber ins Auto stieg.
SID

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