Happy End gewünscht

von Redaktion

Koa Kimmich? Die Tür zur Vertragsverlängerung in München ist keineswegs zu

München – Partystress für die Bayern. Am Mittwoch feierte der Rekordmeister sein 125-jähriges Vereinsjubiläum am Nockherberg. Wie unsere Zeitung erfuhr, nahmen sich die Club-Bosse um Vorstandsboss Jan-Christian Dreesen einen Tag später auch Zeit für die eingefleischten Fans. Auf der offiziellen Party der Südkurve, bei der auch die Spider Murphy Gang aufspielte, tauschte sich der CEO und Ehrenpräsident Uli Hoeneß mit den Anhängern im Löwenbräukeller aus. Ein Thema, das aktuell alle interessiert: die Zukunft von Joshua Kimmich.

Nach der Aufsichtsratssitzung am Montag sickerte durch, dass der Verein das aktuelle Angebot zur Vertragsverlängerung nicht mehr erhöhen werde. Sogar von einem Rückzug der Offerte war die Rede. Kimmich wurde mitgeteilt, er solle sich zeitnah entscheiden. Damit auch der Verein für die Zukunft planen könne.

Das aktuelle Arbeitspapier läuft im Sommer aus. Der Mittelfeldchef muss sich entscheiden: Will der Champions-League-Sieger von 2020 mit 30 Jahren mit dem FC Bayern angreifen oder nimmt er die vermutlich letzte Chance wahr, zu einem Top-Club ins Ausland zu wechseln? Zur Wahrheit gehört aber auch, dass Kimmich inzwischen vierfacher Familienvater und Ehemann ist. Ein Umzug mit Kind und Kegel muss wohl überlegt sein.

Den Bayern-Bossen ist bewusst, dass es dem Ehrgeizling nicht ums Geld, sondern tatsächlich um „weichere Faktoren“ geht. Kimmich will auf jeden Fall noch mal die Königsklasse gewinnen. Dem FC Liverpool und auch Manchester City wird seit längerer Zeit ein Interesse an ihm nachgesagt. Ein konkretes Angebot soll ihm jedoch nicht vorliegen. Bayern-Boss Max Eberl ließ in den vergangenen Wochen und Monate hingegen keinen Zweifel daran, dass der deutsche Rekordmeister mit aller Macht mit seinem Mittelfeldchef verlängern möchte.

Nun scheint es so, als hätte der Aufsichtsrat seinen Sportvorstand erneut zurückgepfiffen. Doch die Tür für eine Kimmich-Verlängerung ist auf keinen Fall zu. Weitere Gespräche sollen demnächst folgen. Ein Happy End ist also alles andere als ausgeschlossen.
MANUEL BONKE,

PHILIPP KESSLER

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