Zweimal Silber für Deutschland

von Redaktion

Skispringerin Selina Freitag und das Mixed-Team der Kombinierer feiern

Der Jubel ist groß: Julian Schmid (v.l.), Jenny Nowak, Nathalie Armbruster und Vinzenz Geiger sind Vizeweltmeister. © Schmidt/dpa

Nach ihrem Sturz wurde Luisa Görlich noch im Auslauf behandelt. © Schmidt/dpa

Überglücklich über Silber: Skispringerin Selina Freitag holte ihre erste WM-Einzelmedaille. © Hendrik Schmidt/dpa

Trondheim – Skispringerin Selina Freitag hat bei der Nordischen Ski-WM in Trondheim Silber im Einzelwettkampf von der Normalschanze gewonnen und damit die erste Medaille für den Deutschen Skiverband (DSV) bei den Titelkämpfen in Norwegen geholt. Die 23-Jährige aus Aue musste sich am Freitag nur der Slowenin Nika Prevc geschlagen geben. Damit endete das erste WM-Springen der Frauen wie die vergangenen vier Wettkämpfe im Weltcup: Dominatorin Prevc vor Dauerzweite Freitag.

Für die Deutsche war es die erste Einzelmedaille bei einer großen Meisterschaft. 2023 in Planica hatte sie Gold mit dem Team und dem Mixed-Team geholt. „Das ist unglaublich, es zahlt sich gerade so viel harte Arbeit aus“, sagte Freitag im ZDF: „Es ist einfach nur schön.“

Einen Tag nach dem medaillenlosen Auftakt in der Nordischen Kombination beendete Freitag im vierten WM-Wettbewerb die deutsche Medaillenlosigkeit. Nach Sprüngen auf 99,0 und 103,5 Metern lag Freitag mit 250,8 Punkten am Ende sogar recht deutlich hinter der 19 Jahre alten Prevc (259,2/98,0+100,0). Freitags gewohnte Probleme bei der Landung kosteten sie erneut Punkte. Dritte wurde Anna Odine Ström (Norwegen/246,6).

Für das weitere Team hinter Freitag lief es weniger erfolgreich. Agnes Reisch schaffte es als Zehnte immerhin noch in die Top Ten. Titelverteidigerin Katharina Schmid kam nicht über Rang 19 hinaus. „Da muss sie durch. Und da gehen wir durch“, sagte Bundestrainer Heinz Kuttin. Am Samstag (17.00 Uhr/ZDF und Eurosport) steht das Teamspringen an.

Nur etwa eine Stunde nach Freitags Silber-Erfolg schnappten sich auch die Kombinier und Kombiniererinnen eine Medaille. Schlussläufer Vinzenz Geiger fuhr ganz entspannt über die Ziellinie, sein Silber-Team empfing ihn schon freudig mit nach oben gereckten Skiern. Das deutsche Mixed in der Nordischen Kombination musste sich nur den dominanten Norwegerinnen und Norwegern geschlagen geben. Geiger, Nathalie Armbruster, Jenny Nowak und Julian Schmid lagen am Ende 1:16,8 Minuten hinter dem Gold-Quartett des Gastgebers.

„Es ist immer Aufregung dabei, ein Sturz ist schnell passiert. Wir sind sehr, sehr glücklich mit diesem Einstand und mit dieser Silbermedaille. Wir hätten ein bisschen mehr um Gold mitkämpfen wollen. Da hat Norwegen nix anbrennen lassen“, sagte Bundestrainer Eric Frenzel im ZDF. Eine Medaille im Kombi-Mixed galt neben dem Teamwettbewerb der Kombinierer als sicherstes deutsches Edelmetall in Trondheim. „Wir freuen uns riesig, riesig, riesig über diese Silbermedaille. Wir haben uns diese Medaille sowas von verdient“, sagte Armbruster, die einen Tag nach dem ernüchternden sechsten Rang im Einzel glücklich grinste.

Am Samstag (12.00 Uhr und 16.00 Uhr/ZDF und Eurosport) steht für die Männer das Compact-Format auf dem Programm.

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