Trondheim – Kombinierer Vinzenz Geiger hat am Samstag in einem spannenden Finale beim nächsten Coup von Norwegens Topstar Jarl Magnus Riiber Bronze geholt. Olympiasieger Geiger durfte sich 24 Stunden nach Silber mit dem deutschen Mixed-Team über die nächste Medaille freuen. „Wenn man so nah dran ist an Gold, will man es auch haben. Ich hätte gedacht, ich hätte taktisch alles richtig gemacht. Es ärgert mich schon“, sagte Geiger nach einem packenden Zielsprint des Wettkampfs von der Normalschanze leicht zerknirscht, fand dann aber sehr schnell sein Lächeln wieder: „Je länger ich darüber nachdenke, umso mehr freue ich mich über Bronze. Zwei Rennen, zwei Medaillen – wenn ich mich da wirklich ärgern würde, wäre es komisch.“
Am Sonntag wollte es Nathalie Armbruster Geiger nachmachen und eine Einzel-Medaille gewinnen. Doch am Ende mussten erste ihre Teamkolleginnen die 19-Jährige trösten, dann ließ sich Armbruster von ihren Eltern auf der Tribüne in den Arm nehmen. Schon nach dem Springen musste sie alle Hoffnungen begraben und belegte am Ende nur den achten Platz. „Dass es bei einer Weltmeisterschaft passiert, ist natürlich traurig“, sagte die nach Worten ringende Armbruster. Sie war froh, dass sie den Frust gemeinsam mit ihren Liebsten verarbeiten konnte. „Es ist wichtig, dass man da den Rückhalt hat“, sagte sie mit Blick auf ihre Eltern.
SID