72 Sekunden Overtime

von Redaktion

Riessersee bringt Topteam Tilburg in Nöte

Garmisch-Partenkirchen – Die fünfte Jahreszeit kommt am heutigen Faschingsdienstag zu ihrem Höhepunkt. Beim Eishockey hat die fünfte Jahreszeit, die Playoffs, gerade erst begonnen. Auch heute (20 Uhr) darf der SC Riessersee ran, gegen die Tilburg Trappers. Die Niederländer spielen seit 2015 in Deutschlands Oberliga mit und belegten immer einer der ersten drei Plätze nach der Hauptrunde, dürfen aber nicht in die DEL2 aufsteigen.

Am Sonntag kam es zum ersten Duell überhaupt zwischen den beiden Clubs. Dabei zeigte der SC Riessersee, der durch die Pre-Playoffs musste und sich souverän mit 6:2 und 7:1 gegen den EV Füssen durchsetzte, eine der besten Leistungen in der gesamten Saison und zwang die überragende Mannschaft der Oberliga Nord auch dank eines Andreas Mechel in Höchstform bis in die Verlängerung.

Am Ende reichte eine 2:0-Führung nach 35 Minuten nicht, um in der Best-of-5 Serie in Führung zu gehen. In den letzten Sekunden hatte Christoph Körner, der seine Karriere nach der Saison beenden wird, den Siegtreffer für den SCR auf dem Schläger, doch er scheiterte an Goalie Cedrick Andree. Nach 72 Sekunden Verlängerung durften die Jungs aus der Kruikenstad jubeln. „Das ist nicht die Zeit, darüber zu grübeln, sich zu ärgern. Wir müssen weitermachen“, betont Riessersees Trainer Hunor Marton. Bei den Niederländern steht Ex-NHL-Profi Todd Warriner hinter der Bande, der in der vergangenen Saison mit seinen Hannover Indians den SCR im Achtelfinale besiegt hatte.

Zuletzt schied im Jahr 2017 mit dem Herner EV eine von der Pole Position in die Playoffs gegangene Mannschaft gleich im Achtelfinale aus. Meister damals: Tilburg.
TITUS FISCHER

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