Bloß nicht ausruhen, Löwen!

von Redaktion

Knallharter Existenzkampf in der 3. Liga: Zehn Teams zittern, vier steigen ab

Gewonnen, aber noch lange nicht gerettet: 1860 um Kapitän Verlaat (vorne) steckt weiterhin mitten im Abstiegskampf der 3. Liga. © Sampics

München – Die Alarmglocken beim Löwenfan sollten nach dem 3:1-Triumph bei Hannover II schrillen. Auf wichtige Auswärtssiege in der 3. Liga folgten in dieser Saison in (un)schöner Regelmäßigkeit Pleiten im Grünwalder Stadion. Hinzu kommt die verrückte Tabellenkonstellation in der 3. Liga. Den Sturz auf einen Abstiegsrang konnte 1860 durch den Sieg bei 96 zwar verhindern, die Sorgen um den Klassenverbleib bleiben jedoch omnipräsent. Nicht weniger als zehn Teams müssen zittern, was den bitteren Gang in die Regionalliga angeht. Die große Übersicht:

■ Dortmund II (11. Platz, 33 Punkte)

Am Sonntag (13.30 Uhr) gastiert die Zweitvertretung des BVB auf Giesings Höhen, das nächste Sechs-Punkte-Spiel. Die Dortmunder Bubis bringen jede Menge spielerische Qualität mit, blieben in vier der letzten fünf Duelle mit Sechzig unbesiegt.

■ Essen (12., 33)

Das Team der Stunde: 13 Punkte aus den letzten fünf Partien, ein funktionierendes Team um die Winter-Neuzugänge Dominik Martinovic und Klaus Gjasula. Am drittletzten Spieltag ist Essen bei 1860 zu Gast.

■ Osnabrück (13., 32)

Coach Antwerpen hat es wieder geschafft, eine Mannschaft neu zu beleben. Osnabrück sammelte aus den letzten fünf Spielen 13 Zähler. Am 29. März (14 Uhr) geht´s gegen die Löwen.

■ 1860 (14., 32)

Zwei Punkte beträgt der Vorsprung auf die rote Zone. Umso wichtiger, dass die triste Heimserie gegen Dortmund II ein Ende findet. Bei einem Triumph überholt 1860 Schwarz-Gelb. Immerhin der Teamgeist bei Sechzig scheint zu stimmen, bekräftigte zuletzt auch Trainer Glöckner: „Wir halten komplett zusammen, wissen, was wir wollen.“

■ Sandhausen (15., 31)

Nach drei Pleiten in Serie und fünf Punkten aus den letzten zwölf Partien brennt der Baum in Sandhausen – im November noch Spitzenreiter – lichterloh. Der neue Coach Kocak steht bereits in der Kritik. Am Samstag (14 Uhr) soll gegen Haching die Wende erfolgen.

■ Aachen (16., 31)

Ordentliche Leistungen, kaum Ertrag: Die Alemannia schafft es seit Wochen kaum, etwas Zählbares zu holen, gewann 2025 erst ein Spiel. Ende April kommt Aachen zu den Löwen.

■ Mannheim (17., 30)

Knapp unter dem Strich steht derzeit der Waldhof, schöpfte aber durch den Triumph gegen Aachen zuletzt neuen Mut. Pluspunkt für die Trares-Elf: ausgeglichenes Torverhältnis. Mitte April empfangen die Mannheimer 1860.

■ Stuttgart II (18., 28)

Keinesfalls abzuschreiben sind die VfB-Amateure, die spielerisch den meisten anderen Kellerkindern überlegen sind. Nachteil könnte die fehlende Erfahrung sein.

■ Hannover II (19., 22)

Die Pleite gegen 1860 war wohl der endgültige Sargnagel. Neun Zähler Rückstand, vier Pleiten in Folge – zu wenig für Liga drei.

■ Haching (20., 18)

In der Vorstadt gehen die Drittliga-Lichter aus. Zu der aussichtslosen sportlichen Lage gesellt sich eine Sicherheits-Debatte um das Hachinger Stadion. Der SpVgg hilft nur ein Wunder.
Marco Blanco Ucles

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