Sebastian Coe (68) zeigt sich offen für eine Rückkehr Russlands in den Weltsport – vorausgesetzt der Krieg gegen die Ukraine endet. Sollte es in dem Konflikt zu einer politischen Einigung kommen, würde der Kandidat für die Präsidentschaft des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) wieder mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin reden. „Wir können uns diese Leute ja nicht aussuchen. Die Gespräche werden nicht kompromissloser sein, und du musst die stärksten Argumente für die Integrität des Sports einbringen. Aber du musst es machen“, sagte Coe der FAZ: „Du kannst dich nicht hermetisch von den Realitäten um dich herum abschirmen.“ Das IOC hat das russische NOK nach dem Überfall auf die Ukraine vor drei Jahren ausgeschlossen. Coe hatte als Präsident des Leichtathletik-Weltverbandes World Athletics (WA) in den vergangenen Jahren stets eine harte Linie gegenüber Russland vertreten und das Motto ausgegeben: Erst wenn sich Putin komplett aus der Ukraine zurückzieht, sei eine Rückkehr denkbar. Nun weicht die Position des Briten offenbar auf.