Es bleiben viele Fragen

von Redaktion

Haching: Verl-Spiel findet statt – Sicherheitsdebatte hält an

Sorgenvoller Blick von Präsident Schwabl. © IMAGO

„Es gibt immer mehr infrastrukturelle Anforderungen“, die den Sportpark betreffen. © Imago

Unterhaching – Manni Schwabl atmete erleichtert auf. Die vom Präsidenten der SpVgg Unterhaching einberufene Medienrunde am Donnerstagmittag war fast vorbei, als die erlösende Nachricht eintraf. Schatzmeister Dr. Dirk Matten überbrachte die frohe Kunde: das Heimspiel des Tabellen-Schlusslichts aus Haching gegen den SC Verl (Dienstag, 19 Uhr) kann stattfinden. Es handelt sich um eine Einzelfall-Genehmigung. Heißt: Es bleiben viele Fragen rund um die Sicherheitsdebatte im Sportpark offen.

Zunächst bleibt die Wertung des abgesagten Drittligaspiels der Vorstädter gegen Hansa Rostock weiter ungeklärt. Am Donnerstagnachmittag tagt dazu eine digitale Runde, bestehend aus Vertretern des DFB, der SpVgg sowie der Hanseaten. Ob ein Nachholspiel mit zahlreichen Gästefans überhaupt möglich sein wird, steht noch in den Sternen. Das überarbeitete Sicherheitskonzept wird derzeit überprüft, ob es auch für Partien gegen Clubs mit vielen Auswärtsfahrern geeignet ist. Das Zuschaueraufkommen spielt eine große Rolle, betont Schwabl: „Ich gehe davon aus, wenn nicht Rostock sondern beispielsweise Verl an diesem Sonntag gekommen wäre, hätten wir gespielt.“ Wichtig ist dem Präsidenten nachzuschieben, dass „wir immer gute Gastgeber waren und bis auf einen Vorfall mit Cottbus kaum etwas passiert ist bei uns.“

Doch welche Punkte führten dazu, dass die Gemeinde dem Spiel gegen Rostock den Riegel vorschob? Schwabl erklärt: „Ich bin kein Experte. Das Konzept wurde permanent überarbeitet. Es handelt sich um Brandschutzthemen formeller Art.“

Der Hachinger Präsident betont, dass die Auflagen immer strenger würden: „Es gibt immer mehr infrastrukturelle Anforderungen. Ich frage mich, ob man beim Fußball 600 Seiten Sicherheits-Konzept braucht. Aber scheinbar braucht`s die. Dann kann ja irgendetwas im Volkssport Fußball nicht stimmen.“

Sportlich quasi in die Regionalliga abgestiegen, die Zukunft rund um das Stadion ungeklärt, es gab schon leichtere Tage für Schwabl als Präsidenten. Doch aufgeben ist keine Option, bekräftigt der 58-Jährige: „Rücktrittsgedanken gab es nie, dafür ist mir Haching viel zu wertvoll. Von sich aus in einer solchen Situation aufzuhören, gibt`s bei mir nicht.“
MARCO BLANCO UCLES

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