Lissabon – Der FC Barcelona hat sich trotz Unterzahl eine große Chance auf den Einzug in die Runde der letzten Acht der Champions League erspielt. Das Team des Ex-Bundestrainers Hansi Flick kam im Achtelfinal-Hinspiel bei Benfica Lissabon zu einem 1:0 (0:0). Raphinha (61.) erzielte den entscheidenden Treffer. Pau Cubarsi hatte durch den deutschen Schiedsrichter Felix Zwayer in der 22. Minute die Rote Karte nach einer Notbremse gesehen. Bis zum Platzverweis für den 18 Jahre alten Verteidiger hatten die Gäste beinahe alles im Griff, auch wenn die Portugiesen stürmisch begonnen haben.
Benfica machte jedoch zu wenig aus der Überzahl. Raphinha genügte ein Fehler in Lissabons Deckung für die Entscheidung. Glück für Barcelona war, dass ein Foulelfmeter der Gastgeber nach Prüfung durch Videobeweis wegen Abseits zurückgenommen wurde (83.). Im Viertelfinale im April würden Benfica oder Barcelona auf Borussia Dortmund treffen, sollte sich der BVB gegen den OSC Lille (Hinspiel: 1:1) durchsetzen.
Flick hat seine Profis nach dem schwer erarbeiteten Sieg gelobt. „Ich habe ihnen allen gesagt: ‚Chapeau‘. Ich bin sehr stolz auf die Spieler. Aber wir haben noch ein Spiel vor uns und müssen vorsichtig sein.“
In Mittelfeldlenker Pedri und Torwart Wojciech Szczesny, der als Ersatz für den verletzten deutschen Nationalkeeper Marc-André ter Stegen verpflichtet worden war, hatten die Katalanen herausragende Akteure.
Pedri sei auf einem „brutalen, unglaublichen Niveau“, sagte Flick. Szczesny habe „fantastisch“ gespielt. Im Rückspiel am 11. März hat der zweitplatzierte der Vorrunde damit alle Chancen und ist dann als Heimteam klarer Favorit gegen Benfica.
SID/DPA