Tor-Garant: Maskenmann Davie Selke bejubelt Saisontreffer Nummer 17. © dpa
Hamburg – Nach dem hochverdienten 4:1 (2:1) im Zweitliga-Topspiel gegen Fortuna Düsseldorf nimmt die Bundesliga-Rückkehr des Hamburger SV allmählich Konturen an. „Wir sind auf einem sehr, sehr guten Weg“, sagte HSV-Kapitän Ludovit Reis, „aber es ist erst der Anfang, der Job ist noch lang.“
Verbal hielten sich die HSV-Profis am späten Samstagabend zurück – doch die Botschaft, die von ihrem überzeugenden Auftritt ausging, war kaum zu übersehen: Das Aufstiegsrennen geht diesmal nur über die Mannschaft von Trainer Merlin Polzin. Der HSV behauptete nicht bloß seine Tabellenführung gegenüber dem 1. FC Köln, er nutzte zudem die Patzer von Magdeburg (1:1 in Fürth) und Kaiserslautern (1:1 gegen Elversberg). Auf Düsseldorf beträgt der Vorsprung nun sogar schon sieben Punkte.
„Es war eine super Reaktion von uns“, sagte Torschütze Miro Muheim. Wer glaubte, der HSV würde eine Woche nach dem 0:2 in Paderborn weitere Federn lassen, sah sich eines Besseren belehrt. „Aber es ist weiterhin eng da oben“, warnte Muheim, „da gilt es dranzubleiben“.
Die Fortuna steht nach der zweiten Niederlage in Folge dagegen gehörig unter Zugzwang. Der Rückstand wächst. In der Hansestadt spielten die Rheinländer lange Zeit viel zu destruktiv und ließen im zweiten Abschnitt zudem dicke Chancen aus. „Ich bin nicht zufrieden mit unserer Leistung“, sagte ein enttäuschter Trainer Daniel Thioune.
Das Ziel Bundesliga rückt für Düsseldorf in immer weitere Ferne – ganz im Gegensatz zum HSV. Die Hamburger liegen neun Spieltage vor dem Ende voll auf Kurs, etliche Statistiken sprechen für sie. So hat der Spitzenreiter mit Davie Selke nicht bloß den besten Knipser. Der HSV hat auch als einziges Zweitliga-Team noch keine Partie zu Hause verloren.
Ob es etwas gibt, was den HSV auf seinem Weg erschüttern kann? „Bis jetzt“, sagte Selke, der am Freitag beim nächsten Topspiel in Magdeburg allerdings gelbgesperrt fehen wird, „habe ich nichts gefunden“.
SID