Nicht der erhoffte Titel, aber immerhin Bronze: Malaika Mihambo. © Dejong/dpa
Apeldoorn – Weitsprung-Olympiasiegerin Malaika Mihambo und Dreispringer Max Heß haben ihre ersten internationalen Titel in der Halle verpasst. Mihambo sprang bei den Europameisterschaften in Apeldoorn im letzten Versuch auf 6,88 Meter und damit noch auf den Bronze-Rang. „Das lässt einen zähneknirschend zurück“, gab die 31-Jährige bei leichtathletik.de zu. Das Resultat: Bronze mit 6,88 m. „Man kann nicht immer ganz oben stehen, und eine Medaille ist eine Medaille.“
In einem spannenden Wettkampf hatte sich die Weltjahresbeste (7,07) am Samstag in ihrem letzten Versuch aufs Treppchen gerettet. Zur Europameisterin krönte sich die Italienerin Larissa Iapichino mit 6,94, Annik Kälin aus der Schweiz wurde Zweite (6,90). Mihambo muss damit weiter auf ihren ersten internationalen Titel in der Halle warten. „Auf der einen Seite hat das Quäntchen Glück gefehlt, auf der anderen Seite konnte ich die Puzzleteile nicht so zusammensetzen, wie ich es mir vorgestellt hatte“, ärgerte sich Mihambo. Einen Sprung hatte sie ausgelassen, weil die Pause nach dem Vorkampf zu kurz gewesen wäre. Wäre sie doch gesprungen „wäre der ganze Wettkampf im Eimer gewesen.“ Zuvor überzeugte Heß, der Chemnitzer sicherte sich mit starken 17,43 Metern Silber. Till Steinforth durfte im Siebenkampf über Bronze jubeln.
Mihambos Weitsprung-Kollegin Mikaelle Assani stürzte beim Anlauf zu ihrem letzten Versuch heftig. Die 22-Jährige hielt sich danach die Oberschenkel und wurde dann in einem Rollstuhl unter Tränen aus der Halle gefahren.