So ist es passiert: Bremens Mitchell Weiser trifft Florian Wirtz (re.). © Gambarini/dpa
Leverkusen – Noch bevor Xabi Alonso seine Stars im Schatten der Arena auf das „Wunder von Leverkusen“ einschwor, lüftete Bayer ein schmerzhaftes Geheimnis. Ausgerechnet Florian Wirtz, derjenige, der immer wieder Wundersames vollbringt und den FC Bayern auf dem Weg zum „Titel dahoam“ doch noch stoppen sollte, fällt aus. Innenbandverletzung, mehrere Wochen Pause – so lautete die Hiobsbotschaft, die am Montag die Hoffnung all derer massiv dämpfte, die nach der 0:3-Klatsche in München auf ein Comeback des Double-Gewinners setzen.
„Fast ein Wunder“ benötige Leverkusen, betonte Bayer-Coach Alonso, um im Dauerduell mit den Münchnern am Dienstag die Champions-League-Träume irgendwie am Leben zu erhalten. Doch wie soll das ohne den unverzichtbaren Ausnahmekönner in einer nahezu aussichtslosen Situation gelingen?
„It’s not over until it’s over“, hatte Alonso vor dem Wirtz-Schock kämpferisch betont. Heißt: Es ist erst vorbei, wenn es wirklich vorbei ist. Fast alles aber spricht vor dem Achtelfinal-Rückspiel für die Bayern.
Die Konkurrenten verpatzten zwar beide am Wochenende ihre Generalproben, die Leverkusener traf es gegen Bremen (0:2) aber ungleich härter. Wirtz hatte eigentlich geschont werden sollen, kam dann aufgrund des desolaten Auftritts aber doch – und verließ letztlich nach einem bösen Foul von Mitchell Weiser an Krücken das Stadion. Die Heimlichtuerei um die Schwere der Verletzung beendeten die Bayer-Verantwortlichen erst kurz vor dem Abschlusstraining am Montag.
Der Ausfall treffe Leverkusen „natürlich in dieser Phase der Saison, aber wir werden ihn mit einem starken Team auffangen“, sagte Sport-Geschäftsführer Simon Rolfes. Bei Bayer gehen sie davon aus, dass der Nationalspieler, der auch das Nations-League-Viertelfinale der Nationalmannschaft gegen Italien verpassen wird, im Saison-Endspurt wieder zur Verfügung steht. Klar ist, dass er heute gegen die Münchner kaum zu ersetzen ist.
SID