Antonio Rüdiger tänzelte im Siegesrausch vor den eigenen Fans und zelebrierte den ewigen Champions-League-Mythos von Real Madrid mit gekonnten Matador-Bewegungen. Den Todesstoß auf dem Rasen hatte der deutsche Nationalspieler dem Stadtrivalen Atlético zuvor mit dem entscheidenden Elfmeter im dramatischen Derby zugefügt – und den Startschuss in ein hochemotionales Nachspiel des Achtelfinals gegeben. „Gott trägt Weiß“, schrieb die in Madrid beheimatete El Mundo. Das „Überleben“, analysierte Marca, liege eben „in der DNA“ Real Madrids.
Atlético dagegen schäumte über die Grausamkeit des Ausscheidens – und sah sich bei einer kontroversen Entscheidung klar benachteiligt. Im Estadio Metropolitano war Julian Alvarez beim zweiten Elfmeter ausgerutscht. Der Treffer zählte nach einem VAR-Eingriff doch nicht, da der Argentinier den Ball doppelt berührt hatte. Das, befand Atlético-Coach Diego Simeone, war ein mittelschwerer Skandal.
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