ZUM TAGE

Potenzial für eine Menge Drama

von Redaktion

Viertelfinale der Champions League

Im vergangenen Jahr war die Möglichkeit für die perfekte Dramaturgie gegeben. Eine Wiederauflage des deutsch-deutschen Champions-League-Finals von Wembley 2013 war immerhin bis zur Vorschlussrunde möglich – am Ende allerdings mussten die Bayern dabei zusehen, wie Dortmund im Endspiel Real unterlag. Heuer allerdings könnte es tatsächlich noch dramatischer werden als 2024: Wenn der BVB den Münchner Traum vom Finale dahoam 2.0 im Halbfinale persönlich platzen lassen würde – und am 31. Mai in der Allianz Arena gegen Aston Villa, Paris, Arsenal oder eben Real um den Titel spielt.

Dieses „Was wäre wenn?“ macht immer mehr Spaß, je weiter der Wettbewerb Königsklasse voranschreitet. Dass er auch Überraschungen hervorbringen und Favoriten stürzen kann, hat sich bis hierhin bestätigt. Von nicht wenigen Experten war Liverpool als haushoher Favorit eingestuft worden – seit Dienstag weiß man: Pustekuchen! Übertroffen wurde die Dramatik des Krimis gegen PSG allerdings schon einen Tag später vom Skandal-Elfmeterschießen zwischen Atletico und Real. Selbst in Ultrazeitlupe war die „Doppelberührung“ beim Elfmeter von Julian Alvarez nicht eindeutig zu erkennen. Als ungültig wurde der verwandelte Elfmeter vom VAR trotzdem erklärt. Bitterer geht‘s nicht! Und Real bleibt eben Real. Am Ende gewinnen sie immer.

Diese Erkenntnis ist nicht neu, sie sollte aber allen anderen sieben verbleibenden Wettbewerbern klar sein. Denn auch wenn Matthias Sammer nach die Bayern nach der Machtdemonstration bereits öffentlich zum „Titelfavoriten“ erklärte: Der Weg ist aber jetzt zwar nicht mehr weit, aber trotzdem steinig. Auf dem Papier ist Inter zwar das deutlich leichtere Los als Dortmunds Gegner FC Barcelona. Und trotzdem sollte der dominante Auftritt in Leverkusen nicht darüber hinwegtäuschen, dass das Team von Vincent Kompanyauf der europäischen Bühne gerade auswärts regelmäßig große Probleme hatte.

Gelingt das Weiterkommen gegen den italienischen Tabellenführer, könnte die nächste Trauma-Bewältigung anstehen. Dortmund oder eben Barca im Halbfinale. Ein halbes Jahr wird es dann her sein, dass das Wirken von Kompany nach dem herben 1:4 in Barcelona das erste Mal infragestand. Gelingt die Revanche, dürfte die finale Hürde Real sein. Immerhin sind Chelsea und Didier Drogba heuer außen vor. Aber das wäre dann auch zu viel der Dramaturgie…

Artikel 1 von 11