Bei ihrem Comeback hält Maria Grohs kurz vor der Halbzeit sogar einen Strafstoß. © IMAGO/Haist
München – Den Frauen des FC Bayern München droht das Aus in der Champions League. Im Hinspiel des Viertelfinales der Königinnenklasse verlor die Mannschaft von Trainer Alexander Straus am Dienstagabend mit 0:2 (0:1) gegen Olympique Lyon. Vor 2.500 Zuschauerinnen und Zuschauern im ausverkauften Stadion auf dem Bayern-Campus erzielten Tabitha Chawinga (35.) und Melchie Dumornay (65.) die Tore für die französischen Rekordgewinnerinnen der Champions League. Das Rückspiel in Lyon findet am kommenden Mittwoch (18:45 Uhr) statt. Straus sorgte schon vor Anpfiff für einige Überraschungen, er wirbelte seine Startelf ordentlich durcheinander. Im Tor stand nach überstandener Krebserkrankung erstmals wieder Maria Luisa Grohs, sie löste die zuletzt starke Ena Mahmutovic ab. Für Kapitänin Glódís Viggósdóttir, die beim 3:1-Sieg gegen Wolfsburg eine Platzwunde am Kopf erlitten hatte, rückte Linda Sembrant in die Startelf. Als Linksverteidigerin übernahm Tuva Hansen für Carolin Simon, im defensiven Mittelfeld gab die im Winter verpflichtete Arianna Caruso ihr Startelfdebüt. In der Offensive standen Lea Schüller und Linda Dallmann von Beginn an auf dem Feld.
Beide Mannschaften starteten vorsichtig und mit offensichtlich viel Respekt voreinander in die Partie. Während Klara Bühl zwei Mal von der Strafraumgrenze knapp vorbeizielte, kam Olympique Lyon zunächst überhaupt nicht zu Chancen. Bis zehn Minuten vor der Pause Sembrant einen Ball nicht unter Kontrolle bekam und die pfeilschnelle Chawinga entwischte. Frei vor Grohs traf die malawische Stürmerin zum 1:0. Wenig später wurde ein vermeintliches Foul von Sarah Zadrazil durch den VAR gecheckt, es gab Elfmeter. Aber Comebackerin Grohs parierte unmittelbar vor der Halbzeit gegen Lindsey Horan und hielt die Bayern-Frauen im Spiel.
Machtlos war die Torfrau in der 65. Minute, als Melchie Dumornay nach einer Kopfballverlängerung zum 2:0 für Lyon abschloss. Straus wechselte nun durch, Lyon verteidigte aber geschickt und ließ wenig zu. Ein Schuss von Pernille Harder in der Schlussphase wurde geblockt, der Anschlusstreffer wollte einfach nicht gelingen.
Die Bayern-Frauen müssen die Niederlage nun schnell abhaken und den Fokus in den nächsten Tagen auf die Regeneration legen. Schon am Samstag steht mit dem Halbfinale des DFB-Pokals gegen Hoffenheim (14 Uhr) das nächste wichtige Spiel am Campus an.
CHRISTIAN STÜWE