Die Bayern um Kimmich treffen auf Inter Mailand. © IMAGO
Ex-Bayern-Kapitän Mark van Bommel. © Langer/DPA
München – Titelchen dahoam für die Legenden des FC Bayern. Bei der hochkarätig besetzten ersten Ausgabe des Beckenbauer Cups am Montagabend im SAP Garden setzten sich Arjen Robben & Co. gegen die Oldies von Borussia Dortmund, Ajax Amsterdam, Stuttgart, AC Mailand und im Endspiel gegen Real Madrid durch.
Am Rande der ausverkauften Veranstaltung sprachen die Münchner Granden vor allem über ihre aktuelle Nachfolger-Mannschaft. Und blickten damit auch auf das „Finale dahoam“ in der Champions League am 31. Mai in München. „Ein Finale im eigenen Stadion ist etwas ganz, ganz Besonderes“, sagte Robben, der im bis dato letzten Königsklassen-Endspiel in der Allianz Arena im Jahr 2012 zum tragischen Helden avancierte. Damals vergab der Niederländer in der Nachspielzeit einen Strafstoß, im anschließenden Elfmeterschießen verlor der FC Bayern dramatisch gegen den FC Chelsea.
Dieses Jahr hoffen die Bayern auf ein Happy End im heimischen Stadion. Ob der Druck auf die Münchner Stars größer als sonst sei, da das Finale in München stattfinde, wurde Robben gefragt. „Das ist für jeden unterschiedlich. Ich habe immer den Druck geliebt. Umso größer das Spiel, umso schöner war‘s“, meinte der frühere Weltklasse-Flügelspieler, der 2013 in Wembley zum Königsklassen-Sieg beim 2:1 gegen Dortmund getroffen hatte.
Ähnlich beschrieb es der frühere Bayern-Kapitän Mark van Bommel. „Jeder will zu Hause das Finale spielen. Das passiert nicht immer“, sagte der Niederländer, der im Winter 2011 vom deutschen Rekordmeister zum AC Mailand gewechselt war: „2012 war das erste Mal – und jetzt hoffentlich das zweite Mal.“
Auf dem Weg ins Endspiel müssen sich die Bayern aber zunächst im Viertelfinale gegen Inter Mailand durchsetzen. „Das wird nicht einfach, Inter ist eine richtig gute Mannschaft“, betonte Franck Ribéry. „Inter Mailand verteidigt sehr gut, aber sie sind auch brandgefährlich nach vorne. Da musst du aufpassen. Da liegt die Gefahr. Ich erwarte da kein 3:3 oder 2:2, nicht viele Tore. Die kleinen Dinge werden entscheiden“, meinte Robben, der wie van Bommel das Champions-League-Finale 2010 in Madrider Bernabeu-Stadion mit dem FC Bayern gegen Inter mit 0:2 verloren hatte.
Die jüngsten Erfahrungen der Münchner gegen die Italiener sind aber positiver. 2022 gewannen die Bayern in der Gruppenphase auswärts und zu Hause souverän mit 2:0. Ergebnisse, die die Mannschaft von Trainer Vincent Kompany dieses Mal im Viertelfinale mit Handkuss nehmen würde.
Das Hinspiel gegen den italienischen Meister findet am 8. April in München statt. Das Rückspiel in Mailand steigt am 16. April. In einem möglichen Halbfinale würden die Bayern entweder auf Dortmund oder den FC Barcelona mit Ex-Trainer Hansi Flick treffen. Im Finale in München könnte Real Madrid, das im Viertelfinale gegen Arsenal und im Semifinale gegen Paris Saint-Germain oder Aston Villa ran muss, warten. Wie man die Königlichen besiegen kann, zeigten die FCB-Legenden beim Beckenbauer Cup.
Und hatten besonders für einen Bayern-Spieler viele warme Worte übrig. „Joshua ist ein großer Bestandteil dieser Mannschaft und vom Verein“, sagte Arjen Robben (41), der von 2009 bis 2019 für den FC Bayern spielte und im Champions-League-Finale 2013 das Siegtor erzielte, am Montagabend am Rande des Beckenbauer Cups im SAP Garden. „Er kennt den Verein, er kennt ‚Mia san mia‘, und das brauchen wir auch. Du brauchst Spieler in dem Verein, die das auch auf den Platz bringen und die anderen mitziehen.“
P. KESSLER, M. BONKE