Handball-Kracher zwischen Berlin und Magdeburg

von Redaktion

SCM-Coach Wiegert glaubt an den Titel. © Marius Becker/dpa

Magdeburg – Das dramatische Tauziehen um den Titel in der Handball-Bundesliga wird zunehmend dramatischer. Sechs Teams tummeln sich mit guten Aussichten an der Ligaspitze. Am Wochenende stehen zwei direkte und richtungweisende Duelle an, vor allem das Derby zwischen den Füchsen Berlin und dem SC Magdeburg (Freitag, 19.00 Uhr/Dyn) verspricht große Spannung.

Berlin (35 Pkt.) steht nach 22 Spieltagen auf Rang zwei, vom Erstplatzierten MT Melsungen trennt sie nur ein Zähler. Die Magdeburger stehen bei 29 Zählern und Platz sechs, sie haben jedoch drei Spiele weniger absolviert als die fünf anderen Teams vor ihnen. Bei SCM-Trainer Bennet Wiegert ist der Jagdinstinkt, pünktlich zum Liga-Endspurt, geweckt. „Ich merke im Umfeld, wie dieses Spiel allgegenwärtig ist“, sagte Wiegert vor dem Duell. Sein Team ist vor den Berlinern gewarnt: Im Supercup zum Saisonbeginn unterlag man 30:32, das Bundesliga-Hinspiel endete 31:31.

Bundestrainer Alfred Gislason lässt sich vom Gedränge an der Tabellenspitze nicht kirre machen – der 65-Jährige tippt auf einen Dreikampf. „Momentan würde ich sagen: Magdeburg, Berlin und Kiel“, so Gislason, der die Mitstreiter Melsungen, Hannover und die Flensburger, die am Samstagabend (18.00 Uhr/ARD und Dyn) den THW Kiel zum 112. Nordderby empfangen, nicht stark genug einschätzt. Während Rekordchampion Kiel (4.) unbedingt ganz oben dabei bleiben will, ist es für die SG (5.) vielleicht schon die letzte Chance, oben einzugreifen. Tabellenführer Melsungen trifft an diesem 23.Spieltag auf den HSV Hamburg, Hannover-Burgdorf (3.) bekommt es mit den Rhein-Neckar Löwen zu tun.
SID

Artikel 1 von 11