Lyon-Frust: Mala Grohs streben im Pokal Wiedergutmachung an. © dpa
München – Nur vier Tage nach der 0:2-Niederlage im Hinspiel des Viertelfinales der Champions League gegen Lyon empfangen die Frauen des FC Bayern am Samstag Hoffenheim im Halbfinale des DFB-Pokals (14 Uhr). „Es ist hart, aber es ist genau das, was wir wollen. Letztes Jahr waren wir zu diesem Zeitpunkt nicht mehr in drei Wettbewerben vertreten“, sagte Trainer Alexander Straus im Vorfeld der Partie. Nachdem mit Wolfsburg, Eintracht Frankfurt und Leverkusen die drei stärksten Gegner im Viertelfinale ausgeschieden waren, sind die Bayern-Frauen die großen Favoritinnen auf den ersten Gewinn des Pokals seit 2012.
Angesichts dieser Gelegenheit wird das Halbfinale fast zur Pflichtaufgabe, zumal Hoffenheim in dieser Saison bereits zweimal klar besiegt werden konnte. Allerdings zeigte die Formkurve der TSG zuletzt nach oben. Im Gegensatz zu den Bayern-Frauen, bei denen der Einsatz von Kapitänin Glodis Viggosdottir fraglich ist, hatte Hoffenheim zuletzt auch keine englischen Wochen zu bewältigen. „Sie haben gute Spielerinnen und ein gutes Selbstbewusstsein, sie werden sicher mit viel Schwung gegen uns antreten. Wir müssen die Räume nutzen, die sie uns anbieten“, sagte Straus.
Nordderby mit 57 000 Zuschauern stellt alles in den Schatten
Sportlich ist das Spiel in München höher einzuschätzen, es dürfte dennoch im Schatten des zweiten Halbfinales zwischen dem Hamburger SV und Werder Bremen am Sonntag stehen (15.30 Uhr). Der zweitklassig spielende HSV verlegte das Nord-Derby in das mit 57 000 Zuschauern ausverkaufte Volksparkstadion, ein Rekord in Deutschland für Spiele auf Vereinsebene. Die Bayern-Frauen treten weiter im nur 2500 Menschen fassenden Campus-Stadion an. Direktorin Bianca Rech kündigte eine Lösung für die kommende Saison an. Wohin die Bayern-Frauen umziehen könnten, bleibt aber offen.
CHRISTIAN STÜWE