Frustrierter Verstappen fährt hinterher

von Redaktion

Suzuka-Training: Red-Bull-Probleme bleiben – auch neben der Strecke

Suzuka – Es dauerte nicht lang, da hatte Max Verstappen genug. „Ich habe gar keine Vorderreifen“, funkte der genervte Formel-1-Weltmeister an den Kommandostand, und überhaupt kämpfe er auf der Strecke in Japan mit „massivem Übersteuern“ an seinem RB21. Es scheint, als ziehe Verstappen mit stumpfen Waffen in den Kampf gegen die übermächtigen McLaren – und so wirkt sogar ein Abschied des viermaligen Champions vom taumelnden Riesen Red Bull immer realistischer.

Schließlich erwarte der Niederländer nichts anderes als „ein Siegerauto“, sagte Red Bulls Motorsportberater Helmut Marko jüngst. Und ein solches ist der aktuelle Red Bull nicht, das wurde nach den ersten beiden Trainings in Suzuka erneut deutlich. Verstappen rettete sich auf Platz acht, Kollege Yuki Tsunoda blieb der 18. Rang. Und der Japaner war seinem Heim-Grand-Prix ja mit selbstbewussten Sprüchen vom Podium entgegengegangen, relativierte seine Ansprüche dann noch in „Q3 im Qualifying und ein Platz in den Punkten.“

Immerhin: Wie unsere Zeitung erfuhr, darf Tsunoda die Saison in jedem Fall zu Ende bringen. Und sich auf dem Platz neben Verstappen versuchen. Unterstützung des Weltmeisters wird er kaum erwarten dürfen. Es ist kein Geheimnis, dass der Niederländer die Ablösung von Liam Lawson ablehnte. Mit Tsunoda soll er entsprechend kühl umgehen.

Im Training erging es Jack Doohan noch weit schlechter als dem Red-Bull-Gespann. Der Alpine-Pilot flog in der zweiten Session bei Tempo 300 ab und krachte in die Streckenbegrenzung. Der 22-jährige Australier überstand den Unfall immerhin unverletzt: „Ich bin ok.“

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