Inter-Trio: Auch Jürgen Klinsmann, Andreas Brehme und Lothar Matthäus (v. li.) kickten für die Mailänder. © Imago
Aufgehender Stern: Bisseck (li.) entwickelte sich gerade bei Inter zum deutschen Nationalspieler. © Bonotto/AFP
Legende bei Inter und dem FC Bayern: Karl-Heinz Rummenigge erlebte im Trikot von Inter Mailand einige seiner schönsten Karrierejahre. © Eissner/Imago
Deutsche Profis haben bei Inter Mailand, die gestern nach Red.-Schluss in der Champions League auf den FC Bayern trafen, eine lange Tradition. Insgesamt waren es zehn Spieler, oft sogar ganz große Namen – ein Überblick:
Horst Szymaniak: „Schimmi“ war 1961 der fünfte Deutsche, der nach Italien wechselte. Bei Inter war der deutsche Nationalspieler wegen der damaligen Ausländerregelung aber meist nur Edelreservist.
Hansi Müller: Der VfB-Mittelfeldspieler suchte 1982 eine neue Herausforderung bei Inter. Doch für den Europameister von 1980 lief es nur bedingt rund: Müller wurde nach Como verliehen.
Karl-Heinz Rummenigge: 11,5 Millionen Mark zahlte Inter 1984 für Rummenigge an den FC Bayern. Die Münchner retteten damit ihre Bilanz – und Rummenigge erlebte die schönste Zeit seiner Karriere.
Andreas Brehme: „Il biondo“ (der Blonde) spielte sich schnell in die Herzen der Tifosi. Der Weltmeister von 1990 wurde in seinen vier Jahren mit Inter Meister und UEFA-Cup-Sieger – und Italiens Fußballer des Jahres.
Lothar Matthäus: Der Bub aus Herzogenaurach, der 1988 vom FC Bayern nach Mailand gewechselt war, reifte bei Inter zum Weltstar. Als bislang einziger Deutscher wurde er zum Weltfußballer gekürt.
Jürgen Klinsmann: 1989 wechselte auch der VfB-Torjäger zu Inter. Sportlich lief es, doch zwischenmenschlich hatten Klinsmann und Matthäus einige Probleme.
Matthias Sammer: Der spätere Europameister sollte 1992 bei Inter die Nachfolge von Klinsmann/Brehme/Matthäus antreten. Er konnte die großen Erwartungen aber nicht erfüllen.
Lukas Podolski: Der Weltmeister von 2014 kam im Januar 2015 auf Leihbasis von Arsenal. Er stand in acht von 17 Spielen in der Startelf und erzielte nur einen Treffer.
Robin Gosens: Bei Atalanta Bergamo machte sich der Nationalspieler einen Namen. Inter verpflichtete den Außenverteidiger im Januar 2022, nach einer Verletzung kam Gosens bis Saisonende aber nur zu sieben Einwechslungen in der Liga.
Yann Bisseck: 2023 verpflichtete Inter den damaligen DFB-Juniorennationalspieler von Aarhus GF. Der Innenverteidiger entwickelte sich bei den Nerazzurri in den vergangenen Monaten aber zu einer festen Größe und zum A-Nationalspieler.