„Es ist zu langsam“

von Redaktion

Philipp Lahm kritisiert Italiens Fußball

Demonstration der Stärke: Für Lahm sind Bilder wie hier von der EM 2012 Vergangenheit. © Imago

München – Italiens Fußball hat aus Sicht von Philipp Lahm abgewirtschaftet. „Italienische Mannschaften von heute erinnern mich an einen Ferrari, dem, um 200 PS gedrosselt und halb voll getankt, zehn Runden vor dem Ziel der Sprit ausgeht. Da hilft das schönste Design nicht“, schrieb der Weltmeister-Kapitän von 2014 in seiner Zeit-Kolumne.

Die Squadra Azzurra sei in der Nations League gegen die DFB-Elf (1:2/3:3) zwar kürzlich „besser organisiert“ gewesen, „aber mit deren Intensität konnte sie nicht umgehen. Um es mit Giovanni Trapattoni zu sagen: Italien hat gespielt wie Tank leer.“

Die Serie A, einst die beste Liga der Welt gespickt mit Superstars, habe ihre Strahlkraft verloren, meinte Lahm. Das führt er auf den Einfluss internationaler Investoren zurück. „Die Krise hat aber eine sportliche Ursache“, ergänzte Lahm und betonte: „Auf dem Platz mangelt es an Initiative, Engagement, Athletik. (…) Italien hat sein Betriebssystem nicht aktualisiert, es ist langsam.“
SID

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