Getriebe knirscht, Motor stottert

von Redaktion

VW-Club Wolfsburg in der Krise: Hasenhüttl unter Druck

Braucht Siege: Wolfsburgs Trainer Hasenhüttl. © IMAGO

Wolfsburg – In Wolfsburg stottert der Motor. Gewaltig. Nicht bei den schicken Neuwagen, die im Werk tagtäglich über das Band laufen, sondern beim anhänglichen Fußballklub nebenan. Und nachdem der kriselnde VfL auf dem besten Wege ist, das internationale Geschäft zu verspielen, könnte womöglich Trainer Ralph Hasenhüttl als Auslaufmodell ausrangiert werden.

Die Reise in die eigene Vergangenheit gestatteten die Bosse des VfL Wolfsburg ihm jedoch noch. „Ja, Ralph Hasenhüttl wird auf der Trainerbank sitzen“, sagte Geschäftsführer Peter Christiansen der Wolfsburger Allgemeinen Zeitung vor dem Bundesliga-Heimspiel am Freitag (20.30 Uhr/DAZN) gegen Hasenhüttls Ex-Klub RB Leipzig. Und dennoch wackelt der Stuhl des Coaches.

Wie unter anderem die Braunschweiger Zeitung berichtete, sei eine Trennung nach der laufenden Saison nicht unwahrscheinlich. Womöglich gar unabhängig von der Platzierung nach der Saison. Da Wolfsburg zuletzt jedoch dreimal in Folge 0:1 verlor und in der Tabelle so weit abrutschte, dass der Abstand zu den Europapokalrängen wieder sechs Punkte beträgt, steigt der Druck immer weiter.

Der Frage, ob Hasenhüttl (Vertrag bis 2026) auch in der neuen Saison Trainer sein werde, weicht Christiansen konsequent aus. „Wie ich es bereits zuletzt betont habe, ist jetzt nicht die Zeit, um darüber zu sprechen. Wir haben alle gemeinsam nach wie vor ein Ziel vor Augen, dem unsere volle Konzentration gilt“, sagte der Däne. Hasenhüttl selbst, erst seit März 2024 im Amt, gab sich gelassen: „Nachdem ich solche Dinge sowieso nicht an mich heranlasse, ist das nicht so dramatisch. Weil das eigentlich dazu führt, dass der Fokus von der Mannschaft genommen wird.“

Die Situation ist vertrackt. Christiansen kam mit dem Ziel, den VfL endlich wieder in den Europapokal zu führen, Hasenhüttl und auch Sportdirektor Sebastian Schindzielorz waren schon im Verein. Laut Informationen der Braunschweiger Zeitung stehe auch Letzterer unter Christiansens Beobachtung, ein kompletter Neuanfang in der sportlichen Leitung sei ein Thema..
SID

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