FANUMFRAGE

Was denken die 1860-Anhänger?

von Redaktion

München – Durch die Löwen-Welt geht ein Ruck! Doch wie denken die treuen Anhänger über Hasan Ismaik und seine Verkaufspläne? Unsere Zeitung hat mit drei langjährigen Fans gesprochen.

Roman Wöll (oberes Foto): „Die erste Frage ist, ob er überhaupt jemanden findet, der die Anteile kauft. Und wenn er jemanden findet, ob derjenige akzeptiert wird vom e.V. und den Ultras. Ich sehe Ismaik nicht so kritisch. Ich akzeptiere, dass er damals die Anteile rechtmäßig gekauft hat und man mit ihm reden muss. Das wurde jahrelang nicht gemacht. Die Fans wollen gar keinen Investor, ob der dann Ismaik, Huber oder Maier heißt, ist egal. Zwischen den Parteien wird es wohl nie Ruhe geben. Jetzt hat er aber ein Zeichen gesetzt, dass er bereit wäre, auszutreten. Ohne Geld wird‘s für den Verein wahrscheinlich schlecht ausgehen.“

Hans Faber (unteres Foto): „Ich bin gestern von Mannheim heimgekommen und hab dann Blickpunkt Sport angeschaut und war total überrascht darüber, dass er jetzt auf einmal ein Angebot macht. Eigentlich finde ich es gut, vielleicht bewegt sich jetzt bei Sechzig was, dass es mal wieder besser wird. Ich habe gegen Hasan Ismaik eigentlich nichts, habe es ihm aber übel genommen, dass er uns damals bis in die Regionalliga absaufen lassen hat. Vor allem, wenn man davor noch von Barcelona und Bundesliga spricht. Trotzdem habe ich den Mann akzeptiert.“

Sepp Schmid: „Eine gute Lösung wäre es, wenn die Anteile zu einem vernünftigen Preis an ein deutsches oder bayrisches Unternehmen verkauft werden. Aber ich schätze, dass das sehr, sehr schwierig wird in der jetzigen Zeit. Für ihn wäre es wahrscheinlich das beste, wenn er geht, er wird ja nur ausgeschimpft und beleidigt. Man hat halt im Verein beide Lager: Die Ismaik-Hasser und diejenigen, die sagen, dass man sein Geld braucht. Ich bin der Meinung, dass der Verein ohne sein Geld nicht überleben wird. Und momentan haben wir keinen anderen.“
EE,DK

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