Hans Wirtz: Florians Vater ist auch als Berater für seinen Sohn tätig. © Memmler/Imago
München – Wo spielt Florian Wirtz in der nächsten Saison? Geht es nach den Fans des FC Bayern, dann gerne in München – dafür müsste der Rekordmeister aber vermutlich eine neue Rekordablöse zahlen. Uli Hoeneß sagte zuletzt, ein Transfer sei „im Moment kein Thema“ – am Sonntagabend erklärte er im „Blickpunkt“ beim BR seine Aussagen. „Es wird über 150 Millionen Euro Ablöse gesprochen. Das ist doch unseriös. Alle sollten mal abwarten, bis eine Entscheidung getroffen wird, ob der Spieler den Verein verlassen will oder verlassen kann. Dann bin ich bereit, mich dazu zu äußern. Aber solange ist das alles Hokuspokus.“
Hoeneß allerdings hat sich bereits mit Hans Witz, dem Vater und Berater seines Sohnes, getroffen. Wurde am Tegernsee der Bayern-Wechsel verhandelt? „Die Eltern von Florian Wirtz waren vor über einem Jahr am Tegernsee. Da ging es gar nicht um einen Wechsel“, stellte Hoeneß klar und erklärte, dass er ihnen bei Marketingfragen geholfen habe – so lautet zumindest die offizielle Version. „Und die Leute, die so einen Schmarrn erzählen, müssen wissen, dass die Macht im Moment total bei Bayer Leverkusen steht. Sie haben noch einen Vertrag für zwei Jahre. Und wenn Leverkusen sagt, wir geben Wirtz nicht her, dann können wir uns auf den Kopf stellen. Jetzt so zu tun, als wenn diese Geschichte eingetütet wäre, finde ich total unseriös.“
Leverkusens Geschäftsführer Fernando Caro gab sich aufgrund des Treffens zwischen Hoeneß und den Wirtz-Eltern gelassen: „Papa Hans kann reden, mit wem er will. Kein Problem.“ Und Hoeneß dämpfte die Erwartungen zu einem Transfer nochmal deutlich: „Wenn Florian Wirtz irgendwann sagen sollte, ich möchte Bayer Leverkusen verlassen, dann kann man sich mit dem Thema beschäftigen. Oder wenn Leverkusen ein Signal gibt, dass sie den Spieler gegebenenfalls hergeben – was ich auch nicht sehe.“
VT, PK, HLR