Nächste Austragung fast gesichert für den München Marathon (hier 2024-Sieger Kipyegon). © klaus haag
München – Zwei Stunden und vier Minuten wären eine tolle Marathon-Zeit, in München Streckenrekord – und nach eben 2:04 Stunden mit Debatten, Unterbrechungen und Gesprächsrunden in den Nebenzimmern war die Zukunft des Rennens in München zumindest mal auf den Weg gebracht. Vor dem Bayerischen Verwaltungsgericht einigten sich zwei der drei Bewerber um die Ausrichtung in den Jahren 2025 und 2026, es gemeinsam zu versuchen. Die gemeinnützige Laufstatt GmbH, die vom Kreisverwaltungsreferat kürzlich den offiziellen und positiven Bescheid zugestellt bekommen hatte, soll mit der von Gernot Weigl geleiteten München Marathon GmbH, 25 Jahre lang der Organisator, zusammenarbeiten. Bis Ende April sollen sie sich final verständigen. „Wir gehen jetzt in Koalitionsverhandlungen“, so Weigl. Der dritte Bewerber, die Munich Athletics GmbH (LG Stadtwerke), hatte mit einem Zweirunden-Konzept zwar die Anforderungen des Verkehrsverträglichkeit am besten erfüllt, nach Ansicht des KVR (vom Gericht auch geteilt) unzureichende Unterlagen eingereicht.
„Die Zeitschiene drängt“, hatte der Vorsitzende Richter Dr. Wolff gemahnt; wenn man nicht bald zu einer Einigung käme, sondern in die Hauptverhandlungen einsteige, würde es am 12. Oktober 2025 keinen München Marathon geben. Gernot Weigl (71), unterstützt von zahlreichen langjährigen Helfern und von 1972-Olympia-Marathon-Teilnehmer Manfred Steffny, erinnerte an den Hochsprung von Tokio 2021, in dem sich der Italiener Tamberi und der Katarer Barshim auf geteiltes Gold verständigten.
Die Einigung sieht im Groben vor, dass Weigl als Rennleiter weiter die sportlichen Belange verantwortet, die Strecke, die gelaufen wird, ist die neue der Laufstatt (über Isarhochufer und durchs Werksviertel). Worüber beispielsweise verhandelt werden muss: Wer wird Namenssponsor (Generali wie bisher – oder Neuling Brooks). Beide Seiten können den Willen zum Vergleich noch widerrufen.
GÜNTER KLEIN