Endlich: Alex Marquez tritt aus dem Schatten seines Bruders. © Soriano/AFP
Jerez – Der Spanier Álex Márquez hat beim Heim-Grand-Prix in Jerez seinen ersten Sieg in der Motorrad-Königsklasse MotoGP gefeiert und seinem Bruder Marc die Führung in der Gesamtwertung abgenommen. Der 29 Jahre alte Ducati-Pilot siegte vor Ex-Weltmeister Fabio Quartararo auf der unterlegenen Yamaha. Marc Márquez, Sieger des Sprints am Samstag, rutschte zu Beginn des Rennens aus und landete im Kiesbett. Mit seiner ramponierten Ducati startete er dann aber eine furiose Aufholjagd und kämpfte sich von Position 21 bis auf Platz zwölf zumindest in die Punkte zurück. Der sechsmalige MotoGP-Champion, der seit dieser Saison für das Ducati-Werksteam fährt, liegt im Gesamtklassement nach fünf Rennen nun einen Punkt hinter seinem Bruder zurück.
Noch vor dem Rennwochende sagte der ServusTV-Experte Alex Hofmann unserer Zeitung, dass er selbst sein größter Gegner sei und auch mal mit einem zweiten oder dritten Platz zufrieden sein müsse. Nach dem Rennen herzte der 32-jährige Routinier seinen Bruder, der sich zuvor noch minutenlang von den tausenden spanischen Fans an der Strecke feiern ließ. Fahrer des Tages, gewählt von den TV-Zuschauern weltweit, wurde aber nicht der Premierensieger, sondern der Franzose Quartararo. Auch Francesco Bagnaia, der in der Schlussphase nicht vorbei kam, hatte lobende Worte für ihn: „Gratulation an ihn. Er hat mit einem aktuell langsameren Bike gut mitgehalten.“
AVO, SID