Bayern-Frauen: Erst Double, dann Europa

von Redaktion

Wenn der Rausch vorüber ist… – geht‘s weiter! © IMAGO

München – Arm in Arm stellten sich Bianca Rech und Alexander Straus nach dem Gewinn der Meisterschaft am Sonntag zum Interview. Von einem Zerwürfnis zwischen dem Trainer, der die Frauen des FC Bayern in Richtung Angel City FC verlassen wird, und der Chefin der Frauen-Abteilung war nichts zu spüren. „Ich bin sehr glücklich, dass ich Teil der Reise war“, sagte der Norweger: „Wir haben in den vergangenen Jahren gelernt, wie man gewinnt. Jetzt hat der FC Bayern die Zielscheibe auf dem Rücken.“ Genau mit diesem Ziel hatte Straus vor drei Jahren den Job angetreten, er sollte die Bayern-Frauen zur Nummer eins im deutschen Frauenfußball machen, was mit der dritten Meisterschaft in Folge zweifellos gelungen ist.

„Ich ziehe meinen Hut davor, was der VfL Wolfsburg in den letzten Jahren geleistet hat. Ich spreche ungern von einem Machtwechsel, aber wir haben einfach gezeigt, dass wir die richtigen Schritte gehen. Und wir wollen noch mehr“, sagte Rech. Eine starke Saison soll am Donnerstag mit dem Sieg im DFB-Pokalfinale gegen Werder Bremen (16 Uhr) und dem erstmaligen Gewinn des Doubles gekrönt werden.

Noch einen Schritt weiter dachte bereits Herbert Hainer. „Der nächste Schritt muss sein, in Europa ganz vorne reinzukommen. Der Weg, wie wir ihn vorgeschrieben haben, jedes Jahr ein Stückchen besser, um dann in die europäische Spitze zu kommen, ist genau richtig“, sagte der Bayern-Präsident im „ZDF“. Dieses Ziel soll der Nachfolger von Straus verwirklichen. Die Gespräche mit dem neuen Trainer befinden sich laut Rech in den letzten Zügen, als heißer Kandidat wird José Barcala von Servette Genf gehandelt.
CS

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