IM BLICKPUNKT

DFB rügt Rüdiger – keine Sanktionen

von Redaktion

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hat Antonio Rüdiger nach dessen Ausraster im spanischen Pokalfinale scharf gerügt, wird den Nationalspieler aber wohl nicht sanktionieren. Das teilte Sportdirektor Rudi Völler am Montag mit. „Toni ist ein klasse Spieler – aber Klasse muss er als Nationalspieler auch bei seinem Verhalten zeigen. Er fordert zu Recht Respekt für sich ein, diesen Respekt muss er ohne Ausnahme auch anderen entgegenbringen“, sagte Völler dem SID. Rüdiger sei „ein herausragender Fußballer und ein sehr emotionaler Typ, ein Kämpfer auf dem Platz“. Das solle er auch bleiben. „Aber in diesem Fall haben er und einige Mannschaftskollegen sich von der schon vor dem Spiel extrem aufgeheizten Stimmung, die rund um den Verein unerklärlicherweise schon häufig herrschte, zu sehr anstecken lassen“, sagte Völler, und er betonte: „Das geht nicht. Schon gar nicht als deutscher Nationalspieler.“ Rüdiger müsse sich diesbezüglich „ändern“ – und das wisse er auch selbst. „Toni hat sich gestern bei Julian und mir gemeldet und wir haben länger über die Situation gesprochen. Mit ihm direkt, aber auch intern mit Bernd Neuendorf und Andreas Rettig“, sagte Völler.

Währenddessen hat Rekordnationalspieler Lothar Matthäus erschrocken auf den Ausraster reagiert. „Er war von Sinnen, er war nicht mehr unter Kontrolle“, sagte der TV-Experte bei Sky90. Matthäus rechnet zumindest in Spanien mit einer heftigen Sanktionen gegen den Abwehrspieler. „Wenn er mit vier Wochen Sperre weg kommt, ist er gut bedient. Ich denke da eher an eine zweistellige Wochenzahl“, sagte der 64-Jährige: „Ich gehe von einer XXL-Sperre aus. Er war ja auch auf Bewährung.“

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