„Mega-Erfolg“: Schindler spielt groß auf. © Grebien/Imago
Graz – Martin Schindler ließ seiner Freude freien Lauf. Wie ein Flummi sprang er über die Dartsbühne. Dann streifte er sich strahlend den grünen Trachtenjanker über, den er sich soeben verdient hatte. „Ich habe mich durchgebissen, durchgekämpft“, sagte Schindler nach seinem Triumph bei den Austrian Open, mit dem er auch eine Antwort an die Zweifler sendete.
Der dreimalige Weltmeister Michael van Gerwen etwa hatte zuletzt gegen die deutschen Profis geschossen: Deutschland habe das Potenzial, nicht aber die Entwicklung, sagte der Niederländer jüngst im Interview mit der Welt. Schindler strafte ihn mit seinem dritten Titel auf der European Tour Lügen, mit dem Erfolg schob er sich in der Weltrangliste bis auf Rang 18 vor.
Er freue sich „so sehr“ über seinen „Mega-Erfolg“, sagte der 28-Jährige, der damit in Graz ein kleines Kapitel deutscher Darts-Geschichte schrieb. Nie zuvor stand ein deutscher Spieler in der Order of Merit der PDC höher. Bislang hatte der ehemalige WM-Halbfinalist Gabriel Clemens mit Platz 19 die beste Platzierung erreicht.