Das ist die Krönung!

von Redaktion

Historisches Double perfekt – FCB-Frauen holen den Pokal

Eine Klasse drüber: Lea Schüller schoss die Frauen des FC Bayern mit einem Dreierpack zum Pokalsieg. © IMAGO

Da ist das Ding! Trainer Alexander Straus bejubelt mit den Frauen des FC Bayern einen historischen DFB-Pokalsieg. Endstand gegen Bremen: 4:2. Nach der Meisterschaft der nächste Titel in dieser Saison. © Fassbender/AFP

Köln – Um 18:13 Uhr am Donnerstag stemmte Kapitänin Glódís Viggósdóttir im Konfettiregen den DFB-Pokal in die Luft, das historische erste Double für die Frauen des FC Bayern war perfekt. Am vergangenen Wochenende hatten die Münchnerinnen die Meisterschaft perfekt gemacht, nun durch einen unterm Strich ungefährdeten 4:2-Sieg gegen den SV Werder Bremen erstmals seit 2012 den Pokal gewonnen. Das Double ist der größte Erfolg in der Geschichte der Frauenabteilung, der scheidende Trainer Alexander Straus wird sich mit insgesamt drei Meisterschaften und dem Pokalsieg zum Angel City FC verabschieden.

„Ich war schon dreimal im Pokalfinale und habe noch nie gewonnen. Ich bin einfach nur glücklich“, erklärte die dreifache Torschützin Lea Schüller bei „Sky“: „Es ist überragend, dass wir uns nach einer Saison, in der wir viele Probleme hatten und Leistungsträgerinnen ausgefallen sind, mit dem Double belohnen können.“ Ähnlich sah es Carolin Simon in der „ARD“: „Es sind gerade zu viele Emotionen auf einmal, wir sind einfach überglücklich. Wir haben ein richtig gutes Spiel gemacht. Es ist ein bisschen ärgerlich, dass wir unsere Torchancen nicht genutzt haben und deshalb das Spiel ein bisschen länger offengehalten haben als nötig.“

Die Partie vor 45.146 Zuschauerinnen und Zuschauern begann stimmungsvoll. Beide Fanlager zeigten Choreografien, die Bremer Fans zündeten sogar grüne Rauchbomben, was im Frauenfußball eher selten zu sehen ist. Der lautstarke Werder-Anhang sorgte im Anschluss für Heimspielatmosphäre, doch es waren die Bayern-Frauen, die eiskalt zuschlugen. Giulia Gwinn traf von rechts aus spitzem Winkel das Lattenkreuz, Schüller (6.) schaltete am schnellsten und köpfte den Abpraller aus acht Metern ins Tor. Die Münchnerinnen kontrollierten nun die Partie, Simon (30.) hämmerte den Ball mit ihrem starken linken Fuß nach einem Zuspiel von Klara Bühl aus etwa neun Metern zum 2:0 in die Maschen. Die zu diesem Zeitpunkt deutlich überlegenen Bayern-Frauen verpassten es in der Folge, die Führung auszubauen. Stattdessen verkürzten die Bremerinnen unmittelbar vor der Halbzeit durch einen Schuss von Rieke Dieckmann (45.+2) zum 2:1-Halbzeitstand. Es war der erste Treffer für Bremen in einem Pflichtspiel gegen den FC Bayern seit mehr als sechs Jahren. Die Münchnerinnen brauchten nach Wiederanpfiff ein wenig, um sich von diesem Schreck zu erholen. Doch dann fand die Straus-Elf zurück zu ihrer Dominanz und spielte sich wieder Chancen heraus. Es war erneut Schüller (65.), die mit ihrem zweiten Kopfballtor nach einer Hereingabe der eingewechselten Tuva Hansen den alten Abstand wieder herstellte. Der Widerstand der Bremerinnen war nun gebrochen, Schüller (79.) sorgte mit ihrem dritten Treffer für die endgültige Entscheidung. Mit der letzten Aktion des Spiels verwandelte Bremens Larissa Mühlhaus (90.+4) noch einen direkten Freistoß zum 4:2-Endstand. Nachdem die Bayern-Spielerinnen den Gewinn der Meisterschaft mit Blick auf das Pokalfinale noch mit angezogener Handbremse gefeiert hatten, begann die Party jetzt direkt nach dem Abpfiff. „Heute werden alle Dämme brechen. Ich will nicht sagen, dass wir Köln abreißen. Aber wir werden es krachen lassen“, stellte Direktorin Bianca Rech klar.
C. STÜWE

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