Sicher am Punkt: Bayerns Maximilian Wagner. © IMAGO
Da hilft kein Zittern: Für Alper Kayabunar und Türkgücü München heißt die Zukunft angesichts von vier Punkten Rückstand auf das rettende Ufer wohl Bayernliga. © IMAGO
München – Nun ist es also fast schon amtlich: Türkgücü München kann nach der Heimniederlage gegen Nürnberg II so gut wie sicher den Gang in die Bayernliga antreten. Derlei Probleme hat man beim Lokalrivalen natürlich nicht. Wirkliche Hochstimmung herrscht indes auch dort nicht: Den Bayern-Amateuren gelingt beim offenen Schlagabtausch in Illertissen ein glückliches Remis in der Nachspielzeit.
Türkgücü München – 1. FC Nürnberg II 0:1 (0:0). – Das war es wohl für Türkgücü: Nachdem am Freitagabend Abstiegskonkurrent Hankofen-Hailing mit einem Sieg vorgelegt hatte, müssen die Münchner nach der Heimpleite am Samstag gegen den 1. FC Nürnberg II die Hoffnungen auf einen Ligaverbleib fast schon begraben. Bei noch zwei ausstehenden Spielen beträgt der Abstand mittlerweile vier Punkte auf das rettende Ufer. Die Mannschaft von Trainer Alper Kayabunar benötigt im Heimspiel am kommenden Freitag gegen die Bayern-Amateure sowie im Saisonfinale gegen Aschaffenburg zwei Siege, um zumindest theoretisch im Rennen um den Klassenerhalt zu bleiben. In der Partie gegen die Amateure des „Club“ im Sportpark Heimstetten war von großem Siegeswillen nicht viel zu sehen. Die Hausherren waren primär auf die Verteidigung bedacht. Doch ein Tor in der zweiten Hälfte der ereignisarmen Partie gelang der Zweitliga-Vertretung aus Nürnberg dann doch noch. Moritz Wiezorrek köpfte nach einer Ecke zum 0:1 gegen Türkgücü-Torwart Felix Thiel ein (68.), der seine Mannschaft zuvor mit starken Paraden im Spiel gehalten hatte.
FV Illertissen – FC Bayern II 2:2 (2:1). – Während der 1. FC Schweinfurt am 32. Spieltag nach einem 2:1 gegen die Würzburger Kickers den vorzeitigen Meistertitel und damit den Aufstieg in die dritte Liga feierten, konnten sich die, lange Zeit ja auch im Aufstiegsrennen befindlichen kleinen Bayern immerhin noch über ein Last-Minute-Unentschieden freuen. Illertissens Denis Milic erzielte in der rasanten Anfangsphase die frühe Führung für die Gastgeber nach einem Abspielfehler von Gäste-Torwart Max Schmitt (5.). Einen weiteren Ballverlust der Münchner in der Vorwärtsbewegung bestrafte Milos Cocic mit dem 2:0 (30.). Doch die Münchner bewiesen Stehauf-Qualitäten. Dabei half natürlich der vergleichsweise schnelle Anschlusstreffer. Durch einen von Maximilian Wagner verwandelten Foulelfmeter (41.) verkürzte die Mannschaft von FCB-Trainer Holger Seitz noch vor der Pause. Das Chancenfestival ging nach dem Seitenwechsel weiter. Bezeichnenderweise bedurfte es allerdings eines Eigentor der Hausherren von Maximilian Neuberger in der Nachspielzeit, um den Bayern noch das 2:2 (90.+5) zu sichern. „Die Mannschaft hat alles investiert und bis zur letzten Sekunde an sich geglaubt. Für mich ist das die wichtigste Erkenntnis des Spiels“, sagte ein nicht unzufriedener Holger Seitz.
ROBERT M. FRANK