Am Samstag wird‘s wieder feucht-fröhlich in der Arena. Unser Interview mit dem Erfinder der Weißbierduschen.
Herr Elber, Sie gelten als Erfinder der Bierdusche – kam das damals spontan oder war die erste Bierdusche von langer Hand geplant?
Ein bisschen was von beidem. Es war 1998, DFB-Pokalfinale, und ich wusste, dass Giovanni Trapattoni das letzte Spiel als Trainer des FC Bayern gecoacht hatte. Also dachte ich mir: Der Trainer verdient eine Bierdusche! Passieren konnte mir ja nichts, denn am nächsten Tag war er nicht mehr da (lacht).
War Trap sauer?
Nein! Gar nicht! Er hat sich gefreut, er hat gelacht. Und ich war erleichtert darüber. Denn als Offensivspieler war es nicht immer einfach unter Trap…
Sie sind Experte, also: wie geht die perfekte Bierdusche?
Der Trainer darf nicht erfahren, dass sich jemand anschleicht. Man muss spontan sein und vor allem blitzschnell. Und man muss es schaffen, das ganze Bier über den Kopf zu leeren. Drei Liter!
Haben Sie in Ihrer Karriere mehr Bierduschen verteilt oder bekommen?
Verteilt! Ich war der König der Bierduschen (lacht).
Wer war noch gut?
Mehmet Scholl und Hasan Salihamidzic. Nur einmal durften Brazzo und ich das Bier nicht schütten. Wir wollten Uli Hoeneß erwischen, doch der hat gebettelt, weil er keine Wechselklamotten dabei hatte und anschließend noch ins „Aktuelle Sportstudio“ musste. Wir hatten Gnade mit ihm, allerdings hatte er sich beim Wegrennen eine Muskelfaser gerissen.
Ihr Tipp an Vincent Kompany?
Eine zweite Garnitur Klamotten dabei haben.
HLR