BMW-Brodeln

von Redaktion

Das ist dran an den Gerüchten um einen Einstieg bei Bayern

Der Sponsoringvertrag mit Anteilseigner Audi läuft eigentlich noch bis 2029. © Imago, FCB

München – Die Gerüchteküche brodelt an der Säbener Straße vor dem letzten Saison-Heimspiel am Samstag gegen Borussia Mönchengladbach (18.30 Uhr, Sky) – und das nicht nur, was die Zukunftsplanungen auf dem Platz betrifft. Auch abseits des Rasens tüfteln die Münchner Verantwortlichen am neuen FC Bayern. Laut „Bild“ soll BMW an einem Sponsoring interessiert sein – mal wieder.

Zur Erinnerung: Bereits im Jahr 2019 standen die Bayern und der Münchner Autobauer kurz vor einer Partnerschaft. Damals hatten die Verantwortlichen des Rekordmeisters die Verhandlungen jedoch „aufgrund fehlender Vertrauensbasis“ abgebrochen und die Zusammenarbeit mit Langzeit-Sponsor und Anteilseigner Audi fortgesetzt. Dem Vernehmen nach wollte sich BMW kurz vor Vertragsunterschrift eine Rücktrittsklausel einbauen lassen. Die Folge: Sponsor Audi besserte sein Angebot prompt auf, allerdings zu deutlich niedrigeren Konditionen als sie das Sponsorenpaket von BMW beinhaltet hätte. Einen Teil dieses Differenzbetrags wollten die Bayern einfordern. Allerdings scheinen die Wogen mittlerweile geglättet.

Daher könnte der Flirt nun erneut Fahrt aufnehmen: Nach Informationen unserer Zeitung soll es tatsächlich Gedankenspiele in diese Richtung geben, für konkrete Vorgänge ist es allerdings noch zu früh. Der Deal mit den Ingolstädtern läuft noch bis 2029. Immerhin müsste BMW die Anteile von Audi (8,33 Prozent) an der FC Bayern AG übernehmen. Die Bayern-Basketballer sponsert BMW bereits seit dem Jahr 2023, nun könnten die Fußballer folgen. Das hat auch damit zu tun, dass Audi ab dem Jahr 2026 mit einem Formel-1-Team an den Start geht – ein Sponsoring-Projekt in Milliardenhöhe! Wie unserer Zeitung aus Wolfsburg erfuhr, kann man sich bei Mutterkonzern Volkswagen nur schwer vorstellen, dass die Ingolstädter beide Prestige-Projekte finanzieren wollen.

Es könnte also zum nächsten Sponsoren-Knall kommen. Erst im Dezember enthüllte unsere Zeitung, dass die „Meine Volksbank Raiffeisenbank eG“ mit Sitz in Rosenheim die Hypo-Vereinsbank nach mehr als 20 Jahren als Partner ablösen wird, wenn die Platin-Partnerschaft mit der Tochter der italienischen Großbank Unicredit im Laufe des Jahres ausläuft.
MANUEL BONKE,

PHILIPP KESSLER

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