Xabi Alonso richtete sein Mikrofon, er wechselte sicherheitshalber ins Englische – und als es dann endlich ausgesprochen war, wirkte er sehr erleichtert. „Diese beiden Spiele werden meine letzten in Leverkusen sein“, sagte Alonso mit leicht stockender Stimme. Das Ende einer Erfolgsgeschichte. Der Spanier überraschte damit niemanden mehr. Der eloquente Trainer, dessen Star-Glanz auf den gesamten Verein abstrahlte, verlässt Bayer am Saisonende, das gab er am Freitag bekannt.
Nach zweieinhalb Jahren und dem Gewinn des Doubles endet die unvergleichliche Amtszeit Alonsos im Rheinland im Sommer. Der Spanier hatte Leverkusen auf Tabellenplatz 17 übernommen und in kurzer Zeit zu einem Topclub in Europa geformt. „Natürlich ist es emotional“, sagte er, es seien „unglaubliche drei Jahre“ in Leverkusen gewesen. Dem Basken kann nun im letzten Bundesliga-Heimspiel am Sonntag (15.30 Uhr/DAZN) gegen Borussia Dortmund ein gebührender Abschied bereitet werden. Die Mannschaft hatte er vor dem Training informiert.
Im Leben gehe es darum, „den richtigen Moment zu finden“, so Alonso, und am Freitag war dieser gekommen. Bleibt nur noch abzuwarten, wann der richtige Moment kommt, um seinen Wechsel zu Real Madrid zu verkünden, der als höchstwahrscheinlich gilt.
BECKER/DPA