Show trifft Sport

von Redaktion

Globetrotters zaubern in München

Immer Lächeln: Mc Clurkin und De la Rosa (v.li.). © Hangen

München – Zumindest Julian McClurkin und Joey De la Rosa haben schon einmal vorbeigeschaut. Im März tourten die beiden baumlangen US-Amerikaner schon einmal durchs Land. Ihre Botschaft: Wir werden wieder kommen. Tun sie nun ja auch, am Sonntag (18.15 Uhr) schauen die beiden im SAP Garden vorbei, wo die Deutschland-Tour der Harlem Globetrotters zu Ende geht.

Die Auswahl kommt nicht von ungefähr. McClurkin und De La Rosa sind beide schon mehr als ein Jahrzehnt feste Größen jener ewig jungen Idee, dass Spitzenbasketball auch als Spaßveranstaltung funktioniert. Und irgendwie sind die beiden auch die beste Erklärung, warum das so ist. De la Rosa etwa galt mal als eine der größten Hoffnungen seines College-Jahrgangs. Auch Europa hatte den 2,17 Meter-Teddybären schon gelockt. „Ich hatte Angebote aus der Euroleague“, sagte er. Doch: Als er neun war, hatten einige Globetrotter in seiner Schule in der New Yorker Bronx vorgespielt. Eine schicksalshafte Begegnung, bei der er sich, wie so viele, in die schillernde Mischung zwischen Sport und Show verliebte. „Für mich war immer klar: Da will ich hin“, schwärmte er.

Bei McClurkin sah es anders aus. Beachvolleyballer bei Olympia, spukte ihm lange im Kopf herum. So wie Ex-NBA-Profi Chase Budinger, der sich im vergangenen Sommer in Paris durch den olympischen Sand wühlte. Eine Leidenschaft ist Volleyball noch heute, weshalb ihm der PR-Stopp in Stuttgart gefiel, wo das Globetrotter-Duo mit den Frauen des gerade entthonten Meister Allianz MTV trainierten. Im College schob man ihn zum Basketball. Wirklich durchsetzen konnte er sich als Profi nie. Der Grund: Sein Lächeln. „Ich war den Trainern zu nett, habe mich bei Fouls entschuldigt.“ Für die Globetrotters wurde er damit zur Idealbesetzung. Zumal der Mann mit dem Kampfnamen „Zeus“ eine Schwäche fürs Spektakuläre hat. Mal versenkte der Dunking-Weltrekordler (16/min) den Ball von einem Kite in einem, auf ein rasendes Schnellboot montierten Korb. Was man eben macht als Globetrotter.

„Wenn es den Menschen ein Lächeln auf die Lippen bringt, bin ich glücklich“, sagte er. Am Sonntag kann er das in München beweisen. Der SAP-Garden ist bestens gefüllt.
RP

Artikel 1 von 11