Rom – Alexander Zverev hat beim ATP-Masters in Rom auch sein zweites Match gewonnen. Nach dem 6:4, 6:0 über den 20 Jahre alten Litauer Vilius Gaubas wartet nun die erste Standortbestimmung bei Zverevs Generalprobe für die French Open in Paris: Im Achtelfinale trifft der Titelverteidiger auf den Franzosen Arthur Fils, gegen den er bereits zwei bittere Niederlagen kassiert hat.
Während die Siegen gegen gegen den Argentinier Camilo Ugo Carabelli und Gaubas fest eingeplant waren, wartet nun ein anderes Kaliber. Der Weltranglisten-14. bezwang am Sonntag den zweimaligen Grand-Slam-Finalisten Stefanos Tsitsipas und bewies einmal mehr, dass er keine Angst vor großen Namen hat. Das Match bietet aber auch Zverev die Chance, Selbstvertrauen auf dem Weg nach Roland Garros (ab 25. Mai) zu sammeln.
Gegen Gaubas, die Nummer 154 der Welt, hatte Zverev am Sonntagnachmittag nur zu Beginn leichte Probleme. Nach zwei verlorenen Aufschlagspielen brach Zverevs Break zum 5:4 den Bann. Nach einer knappen Stunde sicherte er sich den ersten Satz. Gaubas‘ Widerstand war nun gebrochen, Zverev brachte den Pflichtsieg locker ins Ziel.
Am Samstag hatte Jannik Sinner das erste Spiel nach seiner drei Monate langen Dopingsperre gewonnen. Beim 6:3, 6:4 gegen den Argentinier Mariano Navone zeigte der Weltranglisten-Erste eine grundsolide Leistung. „Es ist ein großartiges Gefühl. Ich habe sehr lange darauf gewartet, zurück zu sein. Ich bin sehr froh“, sagte Sinner, der zum Auftakt des Jahres die Australian Open im Finale gegen Zverev gewonnen hatte. Danach hatte er sich mit der Welt-Anti-Doping-Agentur auf einen Deal geeinigt und musste drei Monate aussetzen.
Bei den Frauen hinkt Iga Swiatek ihren Erwartungen hinterher. Selbst auf Sand sucht die Polin nach ihrer Form. Mit roten und geschwollenen Augen trat Iga Swiatek nach ihrem Aus in Runde drei vor die Presse und versuchte, das in Worte zu fassen, was ohnehin jeder zuvor auf dem Platz sehen konnte: „Ich war nicht auf dem Platz, um zu kämpfen“, sagte Swiatek nach dem 1:6, 5:7 gegen Danielle Collins (USA).
SID