Hoffnungsvoller Blick voraus: Golfer Jäger ist Kandidat für eine Top-Platzierung. © IMAGO
Charlotte – Der Blick auf das sogenannte „Betting Profile“ verrät rasch, warum Stephan Jäger eine Überraschung beim zweiten Major des Jahres ins Visier nehmen darf. Zwei Platzierungen unter den Top 10 bei seinen zurückliegenden zehn Turnierteilnahmen spuckt die Statistik für den Münchner Golfprofi vor der PGA Championship von Donnerstag bis Sonntag in Charlotte aus.
Seine gute Form stellte der 35-Jährige erst in der vergangenen Woche unter Beweis. In Philadelphia belegte Jäger den geteilten siebten Rang, insgesamt schaffte er es in der laufenden Saison bereits dreimal unter die besten zehn. Auch bei der 107. Austragung der PGA Championship auf dem Quail-Hollow-Kurs im US-Bundesstaat North Carolina ist Jäger ein Top-Ergebnis zuzutrauen.
Dazu muss ihm das gelingen, was er sich bereits vor Wochen vorgenommen hat „Ein Ziel ist es, konstanter und auch mental besser zu werden“, sagte Jäger bei Golftime: „Vor allem, mich auf der Runde nicht hängenzulassen, falls es mal nicht so rund läuft.“ Tatsächlich hätte die bisherige Saison für Jäger noch viel besser laufen können, wenn er mehr Konstanz gezeigt hätte. Oft genug reichten drei gute Runden nicht zu einem Top-Resultat, weil Jäger einen schlechten Tag einbaute.
Auch in Charlotte richten sich die meisten Augen aber vor allem auf Rory McIlroy. Nachdem der nordirische Superstar vor einem Monat durch den Erfolg beim Masters als sechster Spieler der Geschichte seinen Karriere-Grand-Slam perfekt gemacht hat, gilt er auch in Charlotte als Favorit. Das liegt unter anderem daran, dass der Weltranglistenzweite auf dem Platz schon vier Tour-Siege feiern konnte. Noch dazu gilt McIlroy als bester Spieler bei nassen Bedingungen – und bis Donnerstag soll es immer wieder regnen.
SID