Historisches Kunststück von Jonas Urbig. Dem Torwart gelang das, was vor ihm erst zwei Spielern in Deutschland geschafft haben: In einer Saison wurde er sowohl Bundes- als auch Zweitliga-Meister. In der Hinrunde spielte der 21-Jährige für den 1. FC Köln. Für den Karnevalsverein absolvierte er zehn Liga-Partien und trug so zum Aufstieg bei. Im Winter wechselte Urbig für eine Ablöse von sieben Millionen Euro zum FC Bayern und kam durch die Verletzung von Manuel Neuer in acht Bundesliga- und vier Champions-League-Spielen zum Einsatz. Am vergangenen Sonntag jubelte Urbig mit dem FC Bayern auf dem Münchner Rathausbalkon. Mit der Meisterschale in der Hand. Am selben Tag machte sein Ex-Club Köln mit einem 4:0 gegen den 1. FC Kaiserslautern den Titel in der 2. Bundesliga perfekt. So hatte Urbig doppelten Grund zur Freude.
Eine Geschichte, die es so noch nicht gegeben hat. Keiner vor ihm wechselte bisher von einem späteren Zweitliga-Ersten zu einem Bundesliga-Ersten. Andersherum gab es das aber schon zweimal. 1980/81 bestritt Pasi Rautiainen ein Bundesliga-Spiel für den FC Bayern, wechselte im Winter dann zum späteren Zweitliga-Ersten Werder Bremen. Frank Hartmann ging 1986/87 ebenfalls nach einem Bundesliga-Spiel für den FCB zum späteren Aufsteiger Hannover 96.
PK, HLR