Ein letztes Hintertürchen

von Redaktion

Sané-Verlängerung für Rekordmeister noch nicht vom Tisch

Ein letztes Mal? Meister Leroy Sané. © dpa

München – Der Bayern-Kontrakt von Leroy Sané läuft Ende Juni aus. Das Vertragsangebot des deutschen Rekordmeisters lehnt er ab. Die Verantwortlichen wollen dieses nicht verbessern. Klingt eigentlich nach einem baldigen Sané-Abschied. Trotzdem geht das Theater um die Zukunft von Sané weiter. Stellt sich die Frage: Wird der FC Bayern doch noch weich?

„Wir werden nicht mit uns spielen lassen, das ist klar“, stellte Max Eberl am Rande der Meisterfeier am Sonntag klar. Der Sportvorstand und seine Kollegen wollen im Poker weiter hart bleiben. Die Rahmenbedingungen des noch vor seinem überraschenden Beraterwechsels ausverhandelten Arbeitspapiers sollen gleich bleiben: ein stark leistungsbasierter Dreijahresvertrag mit einem Grundgehalt von zehn Millionen Euro plus Bonuszahlungen von bis zu fünfeinhalb Millionen Euro. Handgeld ist in der Offerte nicht inkludiert.

Dieses Angebot möchte die Sané-Seite um seinen neuen Star-Berater Pini Zahavi nicht annehmen, bestätigte Eberl. Trotzdem lassen die Bayern-Bosse ein Hintertürchen für eine Verlängerung offen. Eberl: „Es gibt kein böses Blut. Das Angebot ist da. Wir haben unseren Wunsch geäußert.“ Die Bayern bewegen sich aber nicht mehr.

Trainer Vincent Kompany würde sich nach Informationen unserer Zeitung freuen, Sané auch in Zukunft in seiner Mannschaft zu haben. Einerseits, weil er weniger verletzungsanfällig ist als andere Kader-Alternativen. Andererseits, weil seine Sprintwerte – auch nach hinten – wahnsinnig gut sind. Zudem weist Sané ordentliche Scorerwerte auf.

Und was möchte Sané? Ursprünglich bleiben. Inzwischen soll sein Berater aber auch mit anderen Vereinen sprechen. „Das ist seine Entscheidung und dafür braucht er Zeit“, betonte Uli Hoeneß, der nach wie vor eine gute Beziehung zu Sané hat.
PK, HLR, BOK

Artikel 1 von 11