Koa Wirtz? Koa Problem!
Klar, der Junge kann kicken, aber das kann Jamal Musiala auch. Einer von beiden hätte aus dem Zentrum weichen müssen. Ergo: ein Ego hätte gelitten. Die klare Aussicht auf den Platz im Herzen des Spiels war letztlich auch einer der wichtigsten Gründe, warum sich der Leverkusener für Liverpool entschied. Die Reds auf die eins, die Roten nur auf die zwei.
Den Bayern geht damit zwar ein torgefährlicher Edeltechniker durch die Lappen, dafür bleibt die unter Trainer Vincent Kompany gefundene Struktur bestehen. Das kann mit Blick auf die (bisher noch) wackelige Defensive nur gut sein. Vielleicht entpuppt sich Abwehr-Riese Jonathan Tah (ablösefrei!) am Ende sogar als der viel wichtigere Transfer. Denn nur mit Offensiv-Zauberern gewinnt man – nichts. Frag nach bei Paris Saint-Germain.
Davon abgesehen sparen sich die Münchner eine Menge Geld und viele interne Neid-Diskussionen. Bis zu 250 Millionen hätte das Wirtz-Konstrukt (Ablöse plus Gehalt) gekostet. Zur annähernden Kompensation hätte Sportdirektor Max Eberl seinen halben Kader verkaufen müssen. Oder hat das ohnehin eher nur noch spärliche gefüllte Festgeldkonto einen Dispo. Und wenn ja, wie viel?