Bitteres Fazit: Die Fans der SpVgg Unterhaching rechnen mit der Mannschaft ab. © IMAGO
Illertissen – Die Warnungen von Hachings Präsident vor dem Pokalschreck FV Ilertissen haben nicht gefruchtet. Der Drittliga-Absteiger musste sich im Finale um den Totopokal mit 0:1 gegen den Regionalligisten geschlagen geben. Neben der sportlichen Pleite schmerzte die Hachinger besonders der finanzielle Verlust. Es stand eine Prämie von 210 000 Euro und Einnahmen aus der ersten Runde im DFB-Pokal auf dem Spiel. Am Ende jubelte der Regionalligist über den dritten Sieg im Verbandspokal, den Hachingern blieb nur Frust, Wut und Enttäuschung. „Die Partie war das Spiegelbild einer schlimmen Saison“, ärgert sich Kapitän Markus Schwabl.
Besonders bis zur Pause wackelten die Hachinger in der Defensive, dies nützten die Gastgeber zum 1:0 durch Maximilian Neuberger (26.). Torhüter Kai Eisele verhinderte mit tollen Paraden sogar Schlimmeres. Nach dem Seitenwechsel nahmen die Hachinger das Heft in die Hand und hatten ständigen Ballbesitz, doch es fehlte ein echter „Knipser“ im Angriff. Bezeichnend, dass nur die Hachinger Mittelfeldspieler Manuel Stiefler, Johannes Geis und Simon Skarlatidis gute Chancen kreieren konnten.
Illertissen siegt 1:0 und freut sich auf den DFB-Pokal
Am 18. Juni beginnen die Hachinger mit den Vorbereitungen auf die Regionalliga – mit einem umgekrempelten Kader. Für Präsident Schwabl gibt es jede Menge Baustellen. Zu erwarten sind allerdings Erlöse aus Spielverkäufen. So kehrt Aaron Keller nach einer starken Saison beim SSV Ulm nach Haching zurück, wird aber kaum in der vierten Liga auflaufen. Für den Schweizer U 21-Nationalspieler soll es zahlreiche Interessenten aus dem Profilager geben.
KLAUS KIRSCHNER