Weltmeister! Logan Cooley feiert. © afp
Stockholm – Tage Thompson von den Buffalo Sabres kann schießen wie wenige andere Eishockeyspieler auf der Welt. Wenn er Fahrt aufnimmt, Schwung hat und aus dem Handgelenk abfeuert – dann kann das ein Spiel entscheiden. So geschah es in der dritten Minute der Verlängerung des Finales um die Eishockey-Weltmeisterschaft in Stockholm. Thompson erzielte den einzigen Treffer des Abends: Das Endspiel 2025 endete also mit einem 1:0 nach Verlängerung für die USA gegen die Schweiz.
Bedeutet: Für die Amerikaner ist es der erste Titel seit 1960 – wobei: Damals wurde der Olympiasieg in Squaw Valley auch als Weltmeisterschaft gewertet. Für die Schweizer endete die WM wie im Vorjahr bittersüß. Die Fachwelt verneigte sich vor dieser kleinen Nation, die wieder ins Finale gekommen war, doch wie schon 2013, 2018 und eben 2024: Es fehlte eine Winzigkeit zum Triumph.
Das Finale bot Eisschach auf hohem Niveau. Die Trainer Ryan Warsofsky (USA) und Patrick Fischer (Schweiz) achteten darauf, dass der Gegner nicht zu Monsterchancen kam. Das Konzept ging beidseitig über 60 Minuten auf – wobei der Suisse-Torhüter Leonardo Genoni kurz vor Schluss Glück hatte, dass Kollege Niederreiter den Puck kurz vor Torlinie aufhielt. Genoni hatte das Spiel auch offengehalten, weil er sich in der 26. Minute bei einem Penalty von Garland nicht überwinden ließ. Traurig für die Schweizer: Bei seiner 20. WM, in seinem 151. WM- und 352. Länderspiel endete für Andres Ambühl die Karriere in Tränen.
Bronze gewannen die Schweden im Duell der WM-Co-Gastgeber. Das 6:2 gegen Dänemark war eine klare Sache. Die Ambitionen des Drei-Kronen-Teams, mit NHL-Stars gespickt, war aber auf das Ziel ausgerichtet, das die USA erreichte.
GÜK