Wiencek spürt den Schmerz, Flensburg feiert

von Redaktion

Gefrustet: Kiels Patrick Wiencek. © IMAGO/EIBNER

Hamburg – Es sollte für Patrick Wiencek der Abschluss einer außergewöhnlichen Karriere werden. Doch die Hoffnung auf einen weiteren Titel erfüllte sich für den deutschen Handballstar des THW Kiel beim Final Four der European League in Hamburg nicht. Bereits im Halbfinale schieden er und sein Team durch eine unnötige 31:32-Niederlage gegen den französischen Vertreter Montpellier HB aus. „Wir haben es aus der eigenen Hand gegeben. Das tut gerade einfach nur weh“, sagte der 36-Jährige, der im Sommer nach 13 Jahren bei den Norddeutschen seine Laufbahn beendet.

Nach einem kapitalen Fehlstart schienen die Kieler alles im Griff zu haben, unmittelbar vor der Schlusssirene mussten sie noch den 32. Gegentreffer hinnehmen. Im Spiel um Platz drei kamen die Kieler zu einem 37:31-Sieg gegen Melsungen.

Das Finale gewann wie im Vorjahr die SG Flensburg-Handewitt. Das Team um Nationalmannschaftskapitän Johannes Golla bezwang Montpellier HB mit 32:25. Überragend erneut Kevin Möller. Der dänische Torhüter, der bereits im Halbfinale am Samstag gegen Melsungen (35:34 nach Verlängerung) 20 Bälle entschärft hatte, bot erneut eine Gala-Vorstellung und riss die rund 12.000 Zuschauer immer wieder von den Sitzen. Beste SG-Torschützen: Lukas Jörgensen mit zehn und Emil Jacobsen mit neun Treffern.
BJÖRN MAHR

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