Wiedersehen: Ex-Bayer Paul Zipser. © Anspach/dpa
München – Immerhin: Lange warten mussten die Basketballer des FC Bayern auf ihren Halbfinalgegner nicht. Schon am Dienstagabend machten die Academics Heidelberg gegen Chemnitz alles klar. Aber eigentlich war es den Münchnern auch gar nicht so wichtig, wer am Sonntag (16.30 Uhr) in den SAP Garden reist.
Was heraus kam, damit hatte zumindest Trainer Gordon Herbert schon leise gerechnet. „Heidelberg spielt gerade seinen besten Basketball“, hatte der Kanadier ausgemacht. Die Badenser, bei denen übrigens Ex-Bayer Paul Zipser zuletzt immer besser in Fahrt kam, träten mit „sehr viel Energie und Athletik“ auf – Playoff-Qualitäten eben. Bester Beleg: Im entscheidenden vierten Viertelfinale erarbeite sich Heidelberg 17 Offensiv-Rebounds also. Zweite Wurfchancen also.
In dieser Hinsicht hatten zwar auch die Bayern in dieser Hinsicht einen Schritt nach vorne gemacht und den MBC nie wirklich in die Serie kommen lassen. Doch seither ist knapp eine Woche vergangen. Und so leise Sorgen macht sich Herbert schon, dass die Spielpause nicht nur förderlich gewesen sein könnte. „Es wird nur gehen, wenn wir am Sonntag von Beginn mit 100 Prozent dabei sind“, sagte er.
Übrigens ist diese Serie für die höchste deutsche Spielklasse übrigens ein historisches Duell. Denn es ist das Aufeinandertreffen zweier Gründungsmitglieder der Bundesliga. Die sich auf höchster Ebene allerdings nur selten trafen – wie die Bayern verbrachte auch Heidelberg weite Teile seiner Geschichte in der zweiten oder gar dritten Liga. Erst 2021 kehrten die Academics zurück.
RP