Viel zu tun: Ter Stegen agierte in dieser Szene stark, man sah ihm aber auch oft Unsicherheiten an. © Beier/AFP
München – Die tz-Noten der DFB-Elf im Nations-League-Halbfinale.
Marc-André ter Stegen: Endlich: ter Stegen stand als unangefochtene Nummer eins im Tor. Mit Ball am Fuß hatte er seine Probleme. Dem Keeper war die mangelnde Spielpraxis anzumerken. In Bestform hätte er den Treffer zum 1:1 vielleicht gehalten. Verhinderte das 3:1 stark. Note: 4
Joshua Kimmich: In seinem 100. Länderspiel durfte der DFB-Kapitän mit seinem ältesten Sohn Hand in Hand aufs Feld marschieren. Sein pfeilschneller Gegenspieler Pedro Neto verlangte ihm sein ganzes Können als Verteidiger ab. Trotzdem schaffte es Kimmich immer wieder, Akzente nach vorne zu setzen. Wie bei seiner gefühlvollen Traumflanke zum 1:0. Damit war er an allen Länderspieltoren im Jahr 2025 direkt beteiligt. Note: 2
Robin Koch: Mit einem klasse Stellungsspiel verhinderte im Eins-gegen-Eins-Duell mit Neto Schlimmeres. Seine Gegenspieler hatte der Frankfurter weitgehend im Griff – scheute auch keine großen Namen wie den von Cristiano Ronaldo. Note: 4
Jonathan Tah: Vorspielen im neuen Münchner Wohnzimmer: Dementsprechend groß war die Motivation. Etwas übermotiviert verursachte er mit einer beherzten Grätsche den ersten richtigen Angriff der Portugiesen. Die gewohnte Sicherheit strahlte er an diesem Abend nicht zu jedem Zeitpunkt aus. Beim 1:2 lief er zu früh aus der Kette. Note: 5
Waldemar Anton: Beim Viertelfinale stan Anton nicht mal im Kader, im Halbfinale stand er schon wieder in der Startelf – so schnell kann‘s gehen. Erledigte seine Aufgabe ordentlich. Note: 4
Maximilian MIttelstädt: Manchmal wirkte der Linksfuß im Anlaufverhalten etwas ungestüm. Ein Nachteil ergab sich daraus jedoch nicht wirklich. Solider Auftritt. Note: 4
Aleksandar Pavlovic: Als die DFB-Auswahl beim EM-Eröffnungsspiel in seiner Heimat München auflief, laborierte Pavlovic an einer Mandelentzündung. Beim Nations-League-Duell mit der Niederlande im Oktober vergangenen Jahres stand „Pavlo“ dann in der Startelf – so auch im Nations-League-Halbfinale. Der Youngster spielte seine Stärken aus (Ruhe am Ball, Passspiel, Übersicht) und tat dem deutschen Spiel gut. Note: 3
Leon Goretzka: Die erste Großchance nach wenigen Minuten aus wenigen Metern vergab Goretzka kläglich. Seinen Gala-Auftritte aus den Viertelfinal-Partien gegen Italien konnte er nicht wiederholen. Agierte eher unauffällig. Note: 4
Leroy Sané: Mal wieder ein schwacher Auftritt von Sané, dem zu viele Fehlpässe unterliefen. Seinen Tempovorteil konnte er nur selten nutzen. Note: 5
Florian Wirtz: Wenn das Angriffsspiel in der Anfangsphase mal Fahrt aufnahm, dann über Wirtz. Der Ausnahmespieler strotzte vor Spielfreude und bestimmte das Tempo im Offensivspiel. Seine Vollstrecker-Qualitäten bewies er mit seinem Kopfballtor – obwohl er keine 1,80 Meter misst. Wirtz hat mit diesem Auftritt einmal mehr bewiesen, dass er ein Unterschiedsspieler ist. Note: 2
Nick Woltemade: „Woltemessi“ hatte die Großchance zum 1:0 – scheiterte aber in aussichtsreicher Position. Beim Führungstreffer von Wirtz schaltete er schnell und blieb nur passiv im Abseits. Note: 4
MANUEL BONKE