Was wird aus Schröter?

von Redaktion

Sechzig: Flügelflitzer könnte interner Neuzugang werden

Morris Schröter (li.) bei seiner Spezialdisziplin. © Feiner/Imago

München – Es war ein Aufschrei, der bis heute nachhallt. Nach einem Zweikampf im Auswärtsspiel in Köln am 1. Februar hielt sich 1860-Flügelflitzer Morris Schröter das rechte Knie, wand sich vor Schmerzen am Boden. Einige Wochen Zwangspause? War jedem im Stadion schnell klar. Doch es kam noch viel schlimmer – der 29-Jährige kehrte bis Saisonende nicht mehr auf den Platz zurück. Nach seiner Rückkehr ins Training entzündete sich das beschädigte Knie, der Rechtsaußen war in den letzten Monaten zum Zuschauen verdammt. Welche Rolle wird Schröter, dessen Vertrag sich kurz vor seiner Verletzung automatisch bis Sommer 2026 verlängert hatte, denn überhaupt spielen in der neuen Saison?

Seine bisherigen beiden Spielzeiten bei den Löwen hätten unterschiedlicher kaum laufen können. 2023/24 war Schröter der Topscorer bei 1860 – sieben Tore, sieben Assists. Doch es folgte die Horror-Saison 2024/25 mit nur einem Treffer bei zwei Vorlagen. Und nun? Entscheidenden Anteil am künftigen Status des variablen Außenspielers dürfte der 22. Juni haben. Dann nämlich bittet Löwencoach Patrick Glöckner zum Trainingsauftakt in Giesing. Es bleibt abzuwarten, ob Schröter wieder voll trainieren kann mit dem Team. Ziemlich sicher fehlen wird beim Trainingsauftakt der derzeit verletzte Anderson Lucoqui, dessen Vertrag Ende Juni ausläuft. „Bisher konnten wir uns nicht einigen. Ich bin skeptisch, dass wir noch zum Abschluss kommen“, deutet Sport-Geschäftsführer Christian Werner den Weggang Lucoquis an.

Zurück zu Schröter: Ist er fit, könnte er einer der Profiteure der geplanten Systemänderung zum 3-5-2 werden. Während Tim Danhof die rechte Schienenposition wohl eher defensiver interpretiert, könnte Schröter eine Waffe bei offensiverer Spielanlage der Löwen werden.

Läuft alles nach Plan, darf Glöckner zum Trainingsstart neben mindestens drei externen Neuzugängen – Kevin Volland, Kilian Jakob, Florian Niederlechner – auch zwei „interne“ Neue begrüßen: Innenverteidiger Raphael Schifferl (ebenfalls lange verletzt) – und eben Schröter. Der ehemalige Zweitligaspieler wird beweisen wollen, wieso er 1860 bereits als Kapitän aufs Feld führen durfte und warum er vor nicht allzu langer Zeit in den Notizbüchern einiger Zweitligisten stand. Aber nur, wenn dieser verhängnisvolle Februarsamstag in Köln endlich aus dem Kopf – und vor allem aus dem Knie – verschwindet.MARCO BLANCO UCLES

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